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Literatur – Lesen – Lernen

Festschrift für Gerhard Rupp

Edited By Daniela A. Frickel and Jan Boelmann

Gerhard Rupp hat sich in seiner herausragenden Forschertätigkeit, zuletzt als Professor für Literaturwissenschaft (Didaktik der Germanistik) an der Ruhr-Universität Bochum, auf die Schwerpunkte Literatur – Lesen – Lernen konzentriert. Die versammelten Beiträge von Forscherkollegen, Weggefährten und Freunden aus verschiedenen Bereichen der Germanistik knüpfen an dieses Forschungsspektrum an. Perspektiviert werden unter anderem aktuelle Aspekte der empirischen Leseforschung, der Lesekompetenz, der Lesesozialisation sowie eines zeitgemäßen und handlungs- und produktionsorientierten Deutschunterrichts. Aber auch bildungspolitische Fragen und die Debatte um Bildungsstandards und (literarische und sprachliche) Kompetenzen werden hier verhandelt. Die literaturwissenschaftlichen Beiträge widmen sich überwiegend dem autobiographischen Schreiben, aber auch dem Thema interkulturelle Literatur. Der Band leistet damit auch einen Beitrag zu aktuellen Diskursen der repräsentierten Disziplinen, insbesondere aber der Deutschdidaktik.

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Gleichheit oder Gerechtigkeit? –Ziele der Bildung und empirische Forschung. Harro Müller-Michaels

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Gleichheit oder Gerechtigkeit? – Ziele der Bildung und empirische Forschung Harro Müller-Michaels Abstract Der vernachlässigten Frage, ob eher Gleichheit oder Gerechtigkeit als Ziel des allgemein- bildenden Unterrichts gelten soll, wird in drei Schritten nachgegangen. Zunächst kann die Überlegenheit des Prinzips Gerechtigkeit begründet werden. Dann wird die Bedeutung der Qualitativen Empirischen Forschung an mehreren Beispielen hervorgehoben: Nur sie kann den einzelnen Jugendlichen eine Stimme geben, ohne sie in namenlosen Kohorten verschwinden zu lassen. Schließlich bietet das Thema Gerechtigkeit Potenzial für einen Unterricht, der an zentrale Probleme der Lebenswelt anschließt. Bildung ist nur in Widersprüchen zu denken. Auf der Grundlage gegebener Verhältnisse und vorhandener Fähigkeiten sollen Konzepte entwickelt wer- den, die Jugendliche befähigen, ihr zukünftiges Leben selbstbestimmt zu ge- stalten. Der Realität läuft ständig die Utopie voraus, die sie leitet, korrigiert und sich im Prozess der Anarbeitung selbst verändert. Ohne diese Entwürfe auf die Zukunft bekräftigte sich das Bestehende, fände Bildung nicht statt. Auch die seit einigen Jahren formulierten Kompetenzraster sind nichts ande- res als Beschreibungen angestrebter Lernziele für die Bewältigung zukünfti- ger Aufgaben. Allerdings sind sie konsequent auf die von Schülerinnen und Schülern zu erwerbenden Fähigkeiten ausgerichtet und akzentuieren klar die formale gegenüber der materialen Bildung. Mit der Förderung von Kompe- tenzen wird wohl funktionale Intelligenz entwickelt, aber keine ganzheitliche Bildung. In meinen Vorschlag zur Bestimmung von Bildung sind viele Lektüren und Diskussionen mit...

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