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Literatur – Lesen – Lernen

Festschrift für Gerhard Rupp

Daniela A. Frickel and Jan Boelmann

Gerhard Rupp hat sich in seiner herausragenden Forschertätigkeit, zuletzt als Professor für Literaturwissenschaft (Didaktik der Germanistik) an der Ruhr-Universität Bochum, auf die Schwerpunkte Literatur – Lesen – Lernen konzentriert. Die versammelten Beiträge von Forscherkollegen, Weggefährten und Freunden aus verschiedenen Bereichen der Germanistik knüpfen an dieses Forschungsspektrum an. Perspektiviert werden unter anderem aktuelle Aspekte der empirischen Leseforschung, der Lesekompetenz, der Lesesozialisation sowie eines zeitgemäßen und handlungs- und produktionsorientierten Deutschunterrichts. Aber auch bildungspolitische Fragen und die Debatte um Bildungsstandards und (literarische und sprachliche) Kompetenzen werden hier verhandelt. Die literaturwissenschaftlichen Beiträge widmen sich überwiegend dem autobiographischen Schreiben, aber auch dem Thema interkulturelle Literatur. Der Band leistet damit auch einen Beitrag zu aktuellen Diskursen der repräsentierten Disziplinen, insbesondere aber der Deutschdidaktik.

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Lessings Idee der Toleranz im Licht der Weltgesellschaft. Gerhard Plumpe

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Lessings Idee der Toleranz im Licht der Weltgesellschaft Gerhard Plumpe Abstract Nach einer Begriffsklärung von „Toleranz“ im Spannungsfeld von „Fanatismus“ und „Gleichgültigkeit“ diskutiert der Beitrag das Potential von Lessings Toleranzkonzeption vor dem Hintergrund gegenwärtiger Konflikte in der Welt. Es soll deutlich werden, dass moralische Standards aus dem Erfahrungsnahraum des Familialen nicht ausreichen, um globale Orientierungen in Interessenskonflikten politischer und ökonomischer Natur zu geben. Der Beitrag macht den Vorschlag, Toleranz aus dem Geiste des Kompromisses an die Stelle einer (sich selbst aufhebenden) Toleranz aus dem Ideal des Konsenses zu set- zen, weil sie die Differenz von Kulturen und Lebensformen respektiert und daher der Freiheit förderlich ist. 1. Toleranz ist heutzutage zu einer Selbstverständlichkeit geworden. So hat es jedenfalls den Anschein. Man würde wahrscheinlich Schwierigkeiten haben, in Deutschland überhaupt noch einen Menschen zu finden, der von sich sa- gen würde, er sei nicht tolerant. Ganz gewiss aber bilden die bekennenden Intoleranten eine verschwindend kleine Minderheit, die ihrerseits wieder auf Toleranz durch die Mehrheit der Toleranten hoffen kann. Weil Toleranz überall erwartet und vorausgesetzt wird, könnte es überflüssig erscheinen, über sie überhaupt noch nachzudenken. Das Selbstverständliche bedarf des Nachdenkens nicht. Was ist Toleranz aber eigentlich? Wann nennen wir das Verhalten eines Menschen tolerant? Und: Ist Toleranz immer und unter allen Bedingungen wünschenswert? Oder gibt es Umstände, die ein intolerantes Verhalten na- he legen? Antworten auf solche Fragen sind nun keineswegs mehr selbstver- ständlich. Die Mühe, die sie uns machen,...

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