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Literatur – Lesen – Lernen

Festschrift für Gerhard Rupp

Edited By Daniela A. Frickel and Jan Boelmann

Gerhard Rupp hat sich in seiner herausragenden Forschertätigkeit, zuletzt als Professor für Literaturwissenschaft (Didaktik der Germanistik) an der Ruhr-Universität Bochum, auf die Schwerpunkte Literatur – Lesen – Lernen konzentriert. Die versammelten Beiträge von Forscherkollegen, Weggefährten und Freunden aus verschiedenen Bereichen der Germanistik knüpfen an dieses Forschungsspektrum an. Perspektiviert werden unter anderem aktuelle Aspekte der empirischen Leseforschung, der Lesekompetenz, der Lesesozialisation sowie eines zeitgemäßen und handlungs- und produktionsorientierten Deutschunterrichts. Aber auch bildungspolitische Fragen und die Debatte um Bildungsstandards und (literarische und sprachliche) Kompetenzen werden hier verhandelt. Die literaturwissenschaftlichen Beiträge widmen sich überwiegend dem autobiographischen Schreiben, aber auch dem Thema interkulturelle Literatur. Der Band leistet damit auch einen Beitrag zu aktuellen Diskursen der repräsentierten Disziplinen, insbesondere aber der Deutschdidaktik.

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25 Jahre Mein Kampf – Eine Re-Lektüre von George Taboris Theaterstück über den jungen Hitler. Florian Radvan

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25 Jahre Mein Kampf – Eine Re-Lektüre von George Taboris Theaterstück über den jungen Hitler Florian Radvan Abstract George Taboris Farce Mein Kampf (UA 1987) spielt – wie bisher kein anderes Stück – mit zum Teil überlappenden Ebenen der Komik, um die historische Person Adolf Hitler auf der Bühne zu konstruieren und zu dekonstruieren: Sprachwitz, Elemente des Slapsticks und intertextuelle Ironisierung, aber auch die Metareflexion über Humor sind für eine Interpretation des Stückes konstitutiv, stellt es Hitler im Wien der 1910er Jahre doch als Pechvogel aus der Provinz, gleichzeitig aber als den Diktator in statu nascendi dar. 1. Die Farce über den Führer Spätestens mit dem Erfolg von Mein Kampf wurde George Tabori zu einer der Ikonen des deutschsprachigen Theaterbetriebs. Ausgestattet mit großer moralischer Integrität und beglaubigt durch seine Biographie als Überleben- der der Shoah arbeitete er nicht nur als Autor, sondern auch als Regisseur, als Theater- und Ensembleleiter und zeitweilig als Schauspieler.1 Wie viele seiner Stücke bezog sich auch das am 30. April 1987 am Akademietheater in Wien uraufgeführte Mein Kampf auf das Dritte Reich, indem es auf das Le- ben des jungen Hitler zurückgriff, auf den Diktator in statu nascendi. Gut vierzig Jahre nach seinem Tod fokussierte es auf einen von der Ge- schichtswissenschaft unter anderem aufgrund der Quellenlage nie ganz auf- gelösten blinden Fleck: Hitlers Aufenthalte in den Wiener Männerheimen um das Jahr 1910.2 In diese terra incognita hat Tabori mittels einer Geschichtsfiktion, von ihm...

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