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Literatur – Lesen – Lernen

Festschrift für Gerhard Rupp

Edited By Daniela A. Frickel and Jan Boelmann

Gerhard Rupp hat sich in seiner herausragenden Forschertätigkeit, zuletzt als Professor für Literaturwissenschaft (Didaktik der Germanistik) an der Ruhr-Universität Bochum, auf die Schwerpunkte Literatur – Lesen – Lernen konzentriert. Die versammelten Beiträge von Forscherkollegen, Weggefährten und Freunden aus verschiedenen Bereichen der Germanistik knüpfen an dieses Forschungsspektrum an. Perspektiviert werden unter anderem aktuelle Aspekte der empirischen Leseforschung, der Lesekompetenz, der Lesesozialisation sowie eines zeitgemäßen und handlungs- und produktionsorientierten Deutschunterrichts. Aber auch bildungspolitische Fragen und die Debatte um Bildungsstandards und (literarische und sprachliche) Kompetenzen werden hier verhandelt. Die literaturwissenschaftlichen Beiträge widmen sich überwiegend dem autobiographischen Schreiben, aber auch dem Thema interkulturelle Literatur. Der Band leistet damit auch einen Beitrag zu aktuellen Diskursen der repräsentierten Disziplinen, insbesondere aber der Deutschdidaktik.

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Der Wortschatz in Sachfeldern –Unterstützung für das Textverstehen. Heiner Willenberg

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Der Wortschatz in Sachfeldern – Unterstützung für das Textverstehen Heiner Willenberg Abstract Der Artikel berichtet über eine unspezifische Wortschatzarbeit, die neuropsychologisch begründet wird und die Grundschulkinder vor der Lektüre schwieriger Texte verschiede- ne Sachfelder aufbauen lässt: Konkrete Differenzierungen (hier über Tiere und einen Bauernhof), emotionale und motivationale Felder sowie lokale und zeitliche Abfolgen. Sprachliche, bildhafte und spielerische Methoden werden eingesetzt. Die Methodik hat sich in allen Varianten als Hilfe für ein vertieftes Textverstehen bewährt. 1. Einleitung „Wörter sind die Kleider der Texte“ – soll man sich über diesen Satz aufregen oder ihn als Stimulans betrachten? Aufregung wäre geboten, wenn man da- von ausgeht, dass sich Texte nicht nur an der Oberfläche, sondern auch in ihrer Tiefenbedeutung ausschließlich in ihrer eigenen Sprache mitteilen. Der Satz wäre dann also eine unziemliche Vereinfachung. Die Anregung hingegen geht von dem alternativen Gedanken aus: Wenn Wörter oder besser der be- nutzte Wortschatz die Oberfläche des Textes ausmachen, was ist dann der Körper oder der innere Kern? Weite Teile der Leseforschung von Walter Kintsch1 bis zu stärker konstruktivistischen Protagonisten sagen: Das vom jeweiligen Leser eigenständig erzeugte Mentale Modell repräsentiert den Text in seiner Essenz und bringt ihn erst zum Leben. Es verbindet die sprach- liche Gestaltung mit der Umsetzung in Bilder und Bedeutungen, verortet ihn als Denkstück in der Welt. Didaktisch gemünzt müssen beide Positionen bei Lektüren in der Schule Folgendes bedenken: Die erste Voraussetzung f...

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