Show Less

Literatur – Lesen – Lernen

Festschrift für Gerhard Rupp

Edited By Daniela A. Frickel and Jan Boelmann

Gerhard Rupp hat sich in seiner herausragenden Forschertätigkeit, zuletzt als Professor für Literaturwissenschaft (Didaktik der Germanistik) an der Ruhr-Universität Bochum, auf die Schwerpunkte Literatur – Lesen – Lernen konzentriert. Die versammelten Beiträge von Forscherkollegen, Weggefährten und Freunden aus verschiedenen Bereichen der Germanistik knüpfen an dieses Forschungsspektrum an. Perspektiviert werden unter anderem aktuelle Aspekte der empirischen Leseforschung, der Lesekompetenz, der Lesesozialisation sowie eines zeitgemäßen und handlungs- und produktionsorientierten Deutschunterrichts. Aber auch bildungspolitische Fragen und die Debatte um Bildungsstandards und (literarische und sprachliche) Kompetenzen werden hier verhandelt. Die literaturwissenschaftlichen Beiträge widmen sich überwiegend dem autobiographischen Schreiben, aber auch dem Thema interkulturelle Literatur. Der Band leistet damit auch einen Beitrag zu aktuellen Diskursen der repräsentierten Disziplinen, insbesondere aber der Deutschdidaktik.

Prices

Show Summary Details
Restricted access

„Verstehen und Selbstvergewisserung“–Literaturdidaktik und Gesellschaftskritik. Werner Wintersteiner

Extract

„Verstehen und Selbstvergewisserung“1 – Literaturdidaktik und Gesellschaftskritik Werner Wintersteiner Abstract Das Anliegen dieses Aufsatzes ist es, die Grundlagen einer politischen Literaturdidaktik zu skizzieren. Dies geschieht durch das Nachzeichnen der Beziehung zwischen Politik und Literatur im Selbstverständnis der Literatinnen und Literaten sowie durch die kritische Rekonstruktion der diesbezüglichen literaturdidaktischen Debatte selbst. Der Aufsatz mündet in ein Plädoyer für eine „Rezeptionspragmatik als politische Bildung“. Dieser Text versucht eine Begründung einer politischen Literaturdidaktik, die allen drei Begriffen gerecht wird, die im Spiel sind: der Politik, der Literatur und der Didaktik. Dahinter steht das Postulat, dass jede Literaturdidaktik ge- nuin politisch ist, was nicht dasselbe ist wie die sinnlose Forderung, dass je- de Stunde des Literaturunterrichts sich explizit mit Politik beschäftigen soll- te. Literaturdidaktik als Gesellschaftskritik zu betreiben, kann sich auf zwei Traditionen berufen: zum einen auf die der engagierten Literatur selbst, zum anderen auf eine politische Didaktik, die Kritisches Lesen zu ihrem Leitbild erklärte. Beide Traditionen sind zugleich höchst umstrittene, kontrovers dis- kutierte Positionen. Sie werden hier resümiert, um anschließend die gängi- gen, teilweise impliziten didaktischen Theorien zu rekonstruieren und mit den „Didaktiken“ zu konfrontieren, die sich in klassischen und modernen Li- teratur- bzw. Medienkonzepten finden. 1. Politik und Literatur – Literatur als Faktor des gesellschaft- lichen Lebens Dass Literatur im politischen Leben historisch immer wieder eine wichtige Rolle spielte, ist eine unabweisbare Tatsache. Ob ihr diese Bedeutung heute noch zukommt, ist Gegenstand zahlreicher Kontroversen. Es geht längst nicht mehr – wie...

You are not authenticated to view the full text of this chapter or article.

This site requires a subscription or purchase to access the full text of books or journals.

Do you have any questions? Contact us.

Or login to access all content.