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Wirkfaktoren verkehrspsychologischer Nachschulungskurse

Evaluierung eines Kursmodelles für alkoholauffällige Kraftfahrer

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Armin Otti

In dieser Studie wird der Problembereich Alkohol im Straßenverkehr hinsichtlich diagnostischer Unterscheidungskriterien diskutiert und die verschiedenen psychologischen Fragebogeninstrumente überblicksmäßig dargestellt. Die behördliche Anordnung eines Nachschulungskurses für verkehrsauffällige Kraftfahrer war bis Inkrafttreten der Führerscheingesetz-Gesundheitsverordnung im Jahr 1997 eine mögliche Maßnahme, basierend auf der Kraftfahrgesetz-Durchführungsverordnung, die beim Betroffenen eine Einstellungs- und Verhaltensänderung bewirken sollte, um künftige Delinquenz im Straßenverkehr nachhaltig zu verhindern. Die Nachschulungsdurchführung in Österreich sowie gegenwärtige Tendenzen sind Thema der Erörterung, wobei das Nachschulungsmodell des «Allgemeinen Arbeitskreises Autonomer Verkehrspsychologen – AAAV» untersucht wird. Im weiteren Verlauf wird, ausgehend von der gesellschaftlichen Situation gegen Ende des 19. Jahrhunderts, der entstehende Individualverkehr beschrieben. Die Alkoholproblematik im Straßenverkehr (Häufung von Verkehrsunfällen) und entstehende psychologische Interventionsansätze werden ebenso dargestellt wie die österreichische Führerscheingesetzgebung, von ihren Anfängen in der k.k. Monarchie bis in die Gegenwart.

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7. Zusammenfassung

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Ausgehend von der gesellschaftlichen Situation gegen Ende des 19. Jahrhun- derts wird im einleitenden Kapitel das Phänomen des sich entwickelnden Indivi- dualverkehrs behandelt. Dies bezieht sich vor allem auf die fortschreitende tech- nische Entwicklung im Automobilbau und dem daraus resultierenden Individu- alverkehr, der aber erst in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts zu einem ge- sellschaftlichen Massenphänomen wurde. Auch die damals bestehende Alkohol- problematik und deren negative Auswirkungen im Straßenverkehr (Häufung von Verkehrsunfällen) sowie die in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts aufkom- menden psychologische Interventionsansätze werden kurz angesprochen. Im zweiten Kapitel wird die Entwicklung der österreichischen Führer- scheingesetzgebung, von ihren Anfängen zur Zeit der k.k. Monarchie bis in die Gegenwart, ausführlich dargestellt. Dabei wird vor allem der verkehrspsycholo- gisch bedeutsame Begriff „Verlässlichkeit“ in den Mittelpunkt der Betrachtung gestellt, der schon in den diesbezüglichen Landesgesetzen und Verordnungen der einzelnen Kronländer der k.k. Monarchie bei „Trunkenheitsdelikten“ in Fra- ge gestellt wurde. Auch die Auswirkungen der weitreichenden politischen Ver- änderungen im österreichischen Staatsgebiet auf die Führerscheingesetzgebung wurden behandelt und aufgezeigt, wie die gesetzlichen Strafsanktionen bei Trunkenheitsfahrten durch die Nachschulungsverordnung (FSG-NV) zum Füh- rerscheingesetz (FSG) letztlich mit verkehrspsychologischen Interventionen ge- koppelt wurden, um auch den rehabilitativen Aspekt stärker zu gewichten. Im dritten Kapitel erfolgt eine kurze Darstellung der Psychotechnik, aus der sich nach dem zweiten Weltkrieg die Verkehrspsychologie als ein Teilgebiet der Angewandten Psychologie entwickelte. Auch die Anfänge verkehrspsychologi- scher Sicherheitsforschung sowie diagnostischer und rehabilitativer...

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