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Satz und Text

Zur Relevanz syntaktischer Strukturen zur Textkonstitution

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Edited By Jozef Wiktorowicz, Anna Just and Ireneusz Gaworski

In diesem Band sind 21 (zum Teil erweiterte) Referate enthalten, die anlässlich der Internationalen Tagung zum Thema «Satz und Text. Zur Relevanz syntaktischer Strukturen zur Textkonstitution» vom 21. bis 23. September 2011 an der Universität Warschau gehalten wurden. Das Hauptthema der Tagung war die Relevanz syntaktischer Strukturen zur Textkonstitution, daher konzentrieren sich die Beiträge auf die Analyse solcher syntaktischen Elemente, die auf der Satz- und Textebene in verschiedenen Textsorten eine textverknüpfende Funktion haben. Gegenstand der Analyse sind unterschiedliche Textsorten und Textgattungen. Als empirische Grundlagen dienen hier neben religiösen Texten auch chronikalische Aufzeichnungen, Ratsprotokolle, Privatbriefe adliger Frauen und literarische Texte. Die meisten Beiträge konzentrieren sich auf die frühneuhochdeutsche Periode, in drei Beiträgen steht die althochdeutsche Periode im Zentrum der Analyse und drei weitere Beiträge behandeln die syntaktischen Strukturen in der neuhochdeutschen Zeit.

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Nominalsätze und ihre textuelle Funktion in J. W. Goethes „Die Leiden des jungen Werthers“ (1774). Nebst Frequenzanalysen zum Anredegebrauch und zum Interjektionsgebrauch sowie ihrer didaktischen Nutzung

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Alexander Enders (Berlin) Johann W olfgang Goethes Roman D ie Leiden des jungen Werthers (1774)1 gilt sowohl vielen Literatur-2 als auch Sprachwissenschaftlern3 als (proto-)typisch für die Epoche des Sturm und Drang, weshalb er im mer w ieder auch im schulischen Kontext - nicht zuletzt im Zentralabitur4 - Behandlung findet. Empirische Studien zum spezifischen Sprachgebrauch im Werther bleiben jedoch m eist au f dem Stand von Einzelbeobach­ tungen und verbleiben insbesondere au f der Ebene des W ortes5 oder fehlen ganz, ob­ wohl die Korpuslinguistik mittlerweile (auch im Schulkontext) handhabbare U ntersu­ chungswerkzeuge zur Verfügung stellt und die sprachwissenschaftlichen Ergebnisse literaturwissenschaftliche Interpretationen unterstützen oder erweitern können. A ufga­ be dieser Arbeit ist es deshalb, sprachwissenschaftliche M ethoden und U ntersuchungs­ ergebnisse sowohl der Literaturwissenschaft als auch der Fachdidaktik Deutsch anzu­ bieten. Hierzu wird beispielhaft der Nominalsatz als sprachliche Struktur gewählt und drei Frequenzanalysen au f das Textkorpus, das aus dem genannten Romanexemplar besteht, angewendet. Dabei sollen für die Linguistik die textuellen Funktionen von Nominalsätzen im Textexemplar untersucht, diese der literaturwissenschaftlichen In­ terpretation zur Verfügung gestellt und schließlich Anwendungsm öglichkeiten der korpusbezogenen Frequenzanalyse für den Schulunterricht (in der Qualifikationspha­ se) dargestellt werden. 1. Theoretische Fundierung zum Nominalsatz Der Nominalsatz ist als autonome Äußerung wie in F euer! „semantisch und syntak­ tisch vollständig und nicht in eine andere Struktur syntaktisch integriert.“6 Das in der Forschungsliteratur häufig (aber zumeist ohne Kontext bzw. Kotext) anzutreffende Beispiel7 ist demnach nicht...

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