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Satz und Text

Zur Relevanz syntaktischer Strukturen zur Textkonstitution

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Edited By Jozef Wiktorowicz, Anna Just and Ireneusz Gaworski

In diesem Band sind 21 (zum Teil erweiterte) Referate enthalten, die anlässlich der Internationalen Tagung zum Thema «Satz und Text. Zur Relevanz syntaktischer Strukturen zur Textkonstitution» vom 21. bis 23. September 2011 an der Universität Warschau gehalten wurden. Das Hauptthema der Tagung war die Relevanz syntaktischer Strukturen zur Textkonstitution, daher konzentrieren sich die Beiträge auf die Analyse solcher syntaktischen Elemente, die auf der Satz- und Textebene in verschiedenen Textsorten eine textverknüpfende Funktion haben. Gegenstand der Analyse sind unterschiedliche Textsorten und Textgattungen. Als empirische Grundlagen dienen hier neben religiösen Texten auch chronikalische Aufzeichnungen, Ratsprotokolle, Privatbriefe adliger Frauen und literarische Texte. Die meisten Beiträge konzentrieren sich auf die frühneuhochdeutsche Periode, in drei Beiträgen steht die althochdeutsche Periode im Zentrum der Analyse und drei weitere Beiträge behandeln die syntaktischen Strukturen in der neuhochdeutschen Zeit.

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Pronominaladverbien als Satzkonnektoren im Teufelbuch Widder den Sauffteuffel (1552/1557)

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Federica Masiero (Padua) 1. Die Teufelbücher M it dem im Titel verwendeten Begriff „Teufelbuch“ beziehe ich mich in Anlehnung an das Reallexikon der deutschen Literaturgeschichte (1988:367f.) au f die Lasterteufelbü­ cher der protestantisch geprägten zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts. Karl Goedeke fasste in seinem Grundriß zur Geschichte der deutschen Dichtung (1886:479) diese Schriften auf der Basis des vor ihm erarbeiteten Verzeichnisses unter dem Gattungsbe­ griff „Teufelliteratur“ zusammen, ohne aber au f die Bedeutung und die Relevanz dieser Literaturgattung auch nur annähernd einzugehen (Grimm 1960:515). Die Lasterteufel­ bücher waren bereits in den Jahrzehnten ihrer Entstehung und ihrer Blütezeit unter dem Namen „Teufelbuch“ bzw. „Teufelbücher“ geläufig und wurden schon damals als eine sich deutlich gegenüber dem Schrifttum der Zeit abgrenzende eigene Literaturgattung wahrgenommen (Ohse 1961:12,89). Der Gebrauch der Begriffe „Teufelliteratur“ und „Teufelbücher“ sowie die gattungsspezifischen Zuordnungen sind jedoch in der For­ schung nicht einheitlich (RLG:367). Bei den Teufelbüchern handelt es sich um eine satirisch-didaktische Literatur, die durch Luthers Teufelslehre angeregt wurde und die für den Geist der nachreformatori- schen Jahrzehnte charakteristisch ist. Diese Gattung entspricht dem Bildungsstreben der Zeit und ist ganz verschiedenen Formen verpflichtet (u.a. den Sendbriefen, Traktaten und gedruckten Predigten). Angesichts der breiten Vielfalt der Formen, die die Teufel­ bücher aufweisen, ist der Arbeitshypothese von Bernhard Ohse (1961:11-14) zuzustim­ men, wonach der Inhalt und nicht die Form die gattungsspezifische Zuordnung dieser Schriften in die Teufelliteratur ermöglicht. Die zentrale Aufgabe,...

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