Show Less

Satz und Text

Zur Relevanz syntaktischer Strukturen zur Textkonstitution

Series:

Jozef Wiktorowicz, Anna Just and Ireneusz Gaworski

In diesem Band sind 21 (zum Teil erweiterte) Referate enthalten, die anlässlich der Internationalen Tagung zum Thema «Satz und Text. Zur Relevanz syntaktischer Strukturen zur Textkonstitution» vom 21. bis 23. September 2011 an der Universität Warschau gehalten wurden. Das Hauptthema der Tagung war die Relevanz syntaktischer Strukturen zur Textkonstitution, daher konzentrieren sich die Beiträge auf die Analyse solcher syntaktischen Elemente, die auf der Satz- und Textebene in verschiedenen Textsorten eine textverknüpfende Funktion haben. Gegenstand der Analyse sind unterschiedliche Textsorten und Textgattungen. Als empirische Grundlagen dienen hier neben religiösen Texten auch chronikalische Aufzeichnungen, Ratsprotokolle, Privatbriefe adliger Frauen und literarische Texte. Die meisten Beiträge konzentrieren sich auf die frühneuhochdeutsche Periode, in drei Beiträgen steht die althochdeutsche Periode im Zentrum der Analyse und drei weitere Beiträge behandeln die syntaktischen Strukturen in der neuhochdeutschen Zeit.

Prices

See more price optionsHide price options
Show Summary Details
Restricted access

Syntax, Vers und Reim in den Dichtungen von Andreas Kurzmann um 1400

Extract

Peter Wiesinger (Wien) 1. Andreas Kurzmann und seine Dichtungen 1.1. Kurzmanns Leben Andreas Kurzmann war Mönch im Zisterzienserstift Neuberg im obersten Mürztal in der Obersteiermark, einer abgelegenen, unwirtlichen Gegend am Fuß der kahlen Schneealpe. Was wir über ihn wissen,1 geht aus seinen eigenen Angaben in den Kolo­ phonen von vier, von ihm selber geschriebenen Handschriften und einer fünften seines Mitbruders Heinrich Schäbel hervor. Diese und sieben weitere, von Kurzmann ganz oder teilweise geschriebene Handschriften zwischen 1390 und 1407 stammen mit zwei Ausnahmen aus seinem 1786 aufgehobenen Kloster und befinden sich seither in der Universitätsbibliothek Graz. Die älteste seiner Handschriften von 1390 mit dem voll­ ständigen Neuen Testament in der Bibliothek des niederösterreichischen Benediktiner­ stiftes Seitenstetten und eine weitere Handschrift mit den 1369 in Dijon neugefassten Statuten seines Ordens in der Österreichischen Nationalbibliothek in Wien dürften während Kurzmanns Studienaufenthalt am Wiener Zisterzienserkolleg St. Niklas ent­ standen sein. Bei den durchwegs lateinischen Texten handelt es sich um verschiedene theologische Werke. Aus germanistischer Sicht von besonderem Interesse ist dabei das Grazer MS 1285 mit anonymen „Sermones de communis sanctorum“ und „Sermones de beata Maria virgine“ und weiteren Predigten u.a. von Pseudo-Augustinus, Gregor dem Großen und Bernhard von Clairvaux. Von den beiden erstgenannten Predigtgrup- pen2 enthalten nämlich sieben jeweils eine unterschiedliche Zahl eingestreuter deut­ scher Wörter, Syntagmen und ganzer Sätze, so dass teilweise eine lateinisch-deutsche Mischprosa entsteht. Diese sieben Predigten weisen insgesamt 1416 deutsche Wörter auf, die sich durch...

You are not authenticated to view the full text of this chapter or article.

This site requires a subscription or purchase to access the full text of books or journals.

Do you have any questions? Contact us.

Or login to access all content.