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Herodots Wege des Erzählens

Logos und Topos in den "Historien</I>

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Edited By Klaus Geus, Elizabeth Irwin and Thomas Poiss

Der griechische Geschichtsschreiber Herodot (5. Jh. v. Chr.) hat sich in den letzten Jahrzehnten aus einem Protohistoriker, der «zahllose Lügengeschichten» erzählt (so noch Ciceros Diktum), über einen geachteten, doch etwas naiven Vorläufer des Thukydides zu einem der wichtigsten antiken Autoren überhaupt entwickelt. Er genießt daher zu Recht die Aufmerksamkeit von Forschern aus den unterschiedlichsten Disziplinen. Trotzdem sind viele Aspekte der Herodot-Forschung umstritten, und von einer verbindlichen Sichtweise über den pater historiae, den «Vater der Geschichtsschreibung», scheint man weiter entfernt als jemals zuvor. Dieser Sammelband bildet das weite Spektrum moderner Perspektiven auf Herodot ab, ohne sich einer einzigen Forschungstendenz als Dogma zu verschreiben.

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Veronica Bucciantini - Appunti sulla descrizione dell’India nel terzo libro delle Storie di Erodoto

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43 Veronica Bucciantini Appunti sulla descrizione dell’India nel terzo libro delle Storie di Erodoto Zusammenfassung Durch einen Vergleich mit den persischen Inschriften des Dareios und Xerxes las- sen sich im Bericht des Herodot über Indien zwei Ebenen herausarbeiten. Auf der ersten ‚offiziellen persischen‘ Ebene werden die Gebiete diesseits des Indus von den Gebieten jenseits des Flusses und damit außerhalb des persischen Reiches merklich unterschieden. Auf der zweiten Ebene gibt es ein ‚anderes‘ Indien, das darüber hinausgehend auch andere Völker umfasst und an dem Herodot wegen sei- ner ‚Alterität‘ besonderes Interesse zeigt. Die ratio hinter der Architektur des hero- doteischen Berichts über den fernen Osten liegt darin, dass durch die ‚Ausweitung‘ der Oikumene ein von Herodot beabsichtigter Kontrast zwischen der politischen und geographischen Ebene in seinem Indien-Bild entsteht. Abstract A comparision of Herodotus´ account of India with the royal inscriptions of Da- rius and Xerxes allows two discursive layers to become visible in his text. The first layer is that of the ‘official Persian’ account of India which makes a clear distinction between the regions west and east of the Indus River, with the latter acknowledged to lie outside the Achaemenid empire. The second layer describes the ‘other’ India, the one of interest to Herodotus precisely because of the ‘alterity’ of its inhabitants. The ratio behind this architecture of Herodotus´ account about the Far East show that by the ‘enlargement’ of the oecumene Herodotus intends to create an image of India in which its political and geographical...

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