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Herodots Wege des Erzählens

Logos und Topos in den "Historien</I>

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Edited By Klaus Geus, Elizabeth Irwin and Thomas Poiss

Der griechische Geschichtsschreiber Herodot (5. Jh. v. Chr.) hat sich in den letzten Jahrzehnten aus einem Protohistoriker, der «zahllose Lügengeschichten» erzählt (so noch Ciceros Diktum), über einen geachteten, doch etwas naiven Vorläufer des Thukydides zu einem der wichtigsten antiken Autoren überhaupt entwickelt. Er genießt daher zu Recht die Aufmerksamkeit von Forschern aus den unterschiedlichsten Disziplinen. Trotzdem sind viele Aspekte der Herodot-Forschung umstritten, und von einer verbindlichen Sichtweise über den pater historiae, den «Vater der Geschichtsschreibung», scheint man weiter entfernt als jemals zuvor. Dieser Sammelband bildet das weite Spektrum moderner Perspektiven auf Herodot ab, ohne sich einer einzigen Forschungstendenz als Dogma zu verschreiben.

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Alexandra von Lieven - Asychis or Sasychis, that is the Question

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323 Alexandra von Lieven Asychis or Sasychis, that is the Question1 Zusammenfassung Herodot 2, 135 führt in einer Liste von Königen ein gewissen Asychis auf, der si- cherlich mit Sasychis identisch ist, den später der Historiker Diodoros von Agyrion (Sizilien) (1, 94) als Gesetzgeber nennt. Seither haben sich die Forscher mit dem Rätsel beschäftigt, dass zum einen die Informationen sich widersprechen, zum an- deren der Name nicht leicht mit einem bekannten König in Verbindung zu bringen ist. Der vorliegende Beitrag weist zunächst nach, dass nicht Sasychis, sondern Asychis als die korrekte Namensform zu gelten hat. Die griechischen Berichte be- ziehen sich überhaupt nicht auf Könige, sondern auf zwei Privatleute, die in späte- rer Zeit miteinander verbunden wurden. Der Artikel geht der erstaunlich reichen ägyptischen Quellenlage für beide Personen nach. Abstract Herodotus 2, 136 lists among several kings a certain Asychis, who evidently is the same as the Sasychis mentioned by the later historian Diodorus Siculus (1, 94) as a lawgiver. Scholars have been puzzled by this figure’s identity since, on the one hand, the information given is conflicting in itself, and, on the other hand, the name does not readily correspond to any known king. Starting from the fact that not Sasychis, but rather Asychis is the correct form of the name, this article demon- strates that the classical accounts are not based on a king at all, but on two private individuals, who have been conflated by later tradition,...

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