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Dezentralität, Föderalismus und Wachstum

Eine international vergleichende Analyse

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Denis Alt

Häufig wird argumentiert, ein stark dezentraler Staatsaufbau könne ein Hindernis für die wirtschaftliche Dynamik eines Landes darstellen. Diese Studie beschreibt die dezentrale Struktur in 57 Staaten der Erde. Dabei finden einerseits etablierte fiskalische (De)Zentralisierungsindikatoren Verwendung. Andererseits werden bislang unbeachtete Aspekte, zum Beispiel die geographische Zentralisierung und die Abhängigkeit der Regionen und Gemeinden von Zuweisungen, durch Indikatoren abgebildet. Auf dieser Grundlage werden ähnliche Staaten zu Clustern zusammengefasst. Die gewonnenen Ländergruppen werden vergleichend daraufhin untersucht, ob sie sich bezüglich ihrer wirtschaftspolitischen Ergebnisse, insbesondere in der Erreichung des Wachstumsziels, systematisch voneinander unterscheiden.

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Kapitel 4: Empirische Taxonomie

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Kapitel 4 Empirische Taxonomie 4.1 Zeitliche und ra¨umliche Abgrenzung der Unter- suchung Eine Betrachtung von Daten zur Beschreibung der (de)zentralen Struktur eines Lan- des im Zeitablauf macht deutlich, dass die relevanten, la¨nderspezifischen Unterschiede im Grad des (fiskalischen) Fo¨deralismus bzw. der Dezentralita¨t in mittlerer Frist bemer- kenswert persistent sind und nur geringe Schwankungen im Zeitablauf aufweisen.1 Um dennoch denkbaren konjunkturellen Schwankungen in den empirischen Werten Rechnung zu tragen, wurden die fiskalischen Indikatoren jeweils fu¨r mehrere Jahre ermittelt und einer Durchschnittswertbildung unterzogen. Damit wird z. B. bei einem Indikator steuer- licher (De)Zentralisierung unterschiedlichen Aufkommenselastizita¨ten der Regional- und Kommunalsteuern einerseits und der Zentral- bzw. Bundessteuern andererseits Rechnung getragen. Fu¨r die u¨berwiegende Mehrzahl der betrachteten Staaten wurden die Werte der fiskalischen Variablen fu¨r den Zeitraum 2002/2003 bis 2005 ermittelt; in Einzelfa¨llen musste aus Gru¨nden der Datenverfu¨gbarkeit auf Angaben fu¨r die Jahre 2000 und 2001, in einem Fall auf Daten der Jahre 1997 und 1998 zuru¨ckgegriffen werden.2 1 Auf eigene Langfristuntersuchungen, die mo¨gliche sa¨kulare Trends zu mehr oder weniger Zentralisie- rung nahe legen, wurde hier im Hinblick auf die Fragestellung verzichtet; verwiesen sei auf Oates (1993), S. 238-240. 2 Die Merkmalsauspra¨gungen der relevanten Indikatoren wurden vorwiegend auf Basis verschiedener Jahrga¨nge der Government Finance Statistics (GFS) des Internationalen Wa¨hrungsfonds ermittelt. Dabei wurden die aktuell verfu¨gbaren Jahre verwendet. In einzelnen Fa¨llen waren Erga¨nzungen durch nationale Quellen sowie Scha¨tzungen erforderlich. Welche...

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