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Dezentralität, Föderalismus und Wachstum

Eine international vergleichende Analyse

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Denis Alt

Häufig wird argumentiert, ein stark dezentraler Staatsaufbau könne ein Hindernis für die wirtschaftliche Dynamik eines Landes darstellen. Diese Studie beschreibt die dezentrale Struktur in 57 Staaten der Erde. Dabei finden einerseits etablierte fiskalische (De)Zentralisierungsindikatoren Verwendung. Andererseits werden bislang unbeachtete Aspekte, zum Beispiel die geographische Zentralisierung und die Abhängigkeit der Regionen und Gemeinden von Zuweisungen, durch Indikatoren abgebildet. Auf dieser Grundlage werden ähnliche Staaten zu Clustern zusammengefasst. Die gewonnenen Ländergruppen werden vergleichend daraufhin untersucht, ob sie sich bezüglich ihrer wirtschaftspolitischen Ergebnisse, insbesondere in der Erreichung des Wachstumsziels, systematisch voneinander unterscheiden.

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Kapitel 8: Empirische Prüfung der Wachstumswirkungen

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Kapitel 8 Empirische Pru¨fung der Wachstumswirkungen 8.1 Methodische Vorgehensweise Hinsichtlich der statistischen Vorgehensweise soll hier eine Querschnittsanalyse in Form mehrerer Regressionsanalysen zur Anwendung kommen, die auf mehrja¨hrigen Durch- schnittswerten beruht. So wird das Wachstum des Bruttoinlandsproduktes u¨ber einen Zeitraum von zehn Jahren (1998-2007) gemittelt, um damit das langfristige, um konjunk- turelle Effekte bereinigte Wirtschaftswachstum zu erfassen; Gleiches gilt fu¨r den durch die Kontrollvariablen erfassten Zeitraum. Damit werden die Finanzkrisenjahre ab 2008 wegen zahlreicher asymmetrischer o¨konomischer und statistischer Sondereffekte bewusst aus der Analyse ausgeschlossen.1 Zuna¨chst ko¨nnte vermutet werden, dass die Verwendung von Durchschnittswerten im Zuge einer reinen Querschnittsbetrachtung mit einem Informationsverlust gegenu¨ber der zusa¨tzlichen Einbeziehung der zeitlichen Dimension im Rahmen einer Panel-Studie ein- hergehen ko¨nnte. Gegen die Beru¨cksichtigung der zeitlichen Dimension spricht zuna¨chst einmal die eingeschra¨nkte Verfu¨gbarkeit von Daten, die teilweise die Notwendigkeit von Intra- und Extrapolationen nach sich zieht; aus den derart statistisch erga¨nzten Daten Schlu¨sse u¨ber zeitliche Zusammenha¨nge innerhalb eines Zehn-Jahres-Zeitraumes ziehen zu wollen, erscheint schon im Ansatz vermessen. Doch auch ein methodischer Einwand kann gegen eine Panel-Studie vorgebracht werden. So ko¨nnen die Ergebnisse im Rahmen einer Querschnittstudie wirklich als langfristig-strukturell eingeordnet und damit im hier in- teressierenden Sinne interpretiert werden, wa¨hrend die Ergebnisse von Panel-Studien ein 1 Zur zeitlichen Abgrenzung der die fo¨derale Struktur charakterisierenden Merkmale wird auf die Ausfu¨hrungen in Abschnitt 4.1 verwiesen. 138 EMPIRISCHE PRU¨FUNG DER WACHSTUMSWIRKUNGEN komplexes Zusammenspiel von kurzfristig-konjunkturellen...

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