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Die Strafbarkeit der Erforschung des menschlichen Embryos durch Klontechniken

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Chonghan Oh

Die Erforschung des durch Klontechniken erzeugten menschlichen Embryos setzt die Zerstörung des Embryos voraus. Der Mensch hat Rechte und ein Recht auf Würde aufgrund seiner Existenz. Die Würde des Menschen wird nicht gewährt, weil der Mensch besondere Eigenschaften hat, sondern sie wird allen Menschen mit dem Beginn des Lebens gewährt. Daraus folgt, dass ein geklonter Embryo wie ein natürlich erzeugter Embryo ab dem Zeitpunkt der Kernverschmelzung eine Persönlichkeit hat. Daher sollte er auch als menschliches Leben geschützt werden. Wenn das menschliche Leben wegen des naturwissenschaftlichen Nutzens instrumentalisiert wird, verursacht dies eine Verletzung der Menschenwürde gemäß Art. 1 I 1 GG und des Lebensrechts gemäß Art. 2 II 1 GG in Deutschland. Aus diesem Grund sollten die meisten heutigen Biotechniken, darunter die menschliche Klonforschung, nicht nur unter dem Aspekt der Richtigkeit der Anwendung, sondern darüber hinaus auch unter dem Gesichtspunkt betrachtet werden, zu welchen Bedingungen diese Erforschung im Rahmen des ethisch Zulässigen erlaubt werden kann.

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Abort Fehlgeburt, Ausstoßung der Frucht inner- halb der ersten 28 Wochen der Entwick- lung Acetylierung in der organischen Chemie: chemische bzw. biochemische Anlagerung einer Ace- tylgruppe als Acetylierung. Sie besteht im Austausch von Wasserstoffatomen durch die Acetylgruppe. Adulte Stammzellen Stammzellen im Organismus nach der Ge- burt (postnatales Stadium). Aus diesen Zel- len werden während der gesamten Lebens- dauer des Organismus neue spezialisierte Zellen gebildet. Adulte Stammzellen, die in Organen (besonders im Knochenmark, in der Haut, aber auch im Fettgewebe, in der Nabelschnur und im Nabelschnurblut, im Menstruationsblut, im Gehirn, der Le- ber oder der Bauchspeicheldrüse) zu finden sind, haben aber im allgemeinen in Zell- kultur ein deutlich geringeres Selbsterneue- rungsvermögen und ein eingeschränkteres Differenzierungspotential als embryonale Stammzellen. Alzheimer-Krankheit neurodegenerative Erkrankung, die in ihrer häufigsten Form bei Personen über dem 65. Lebensjahr auftritt. Charakteristisch ist eine zunehmende Ver- schlechterung der kognitiven Leistungsfä- higkeit, die in der Regel mit einer Abnah- me der täglichen Aktivitäten, mit Verhal- 300 tensauffälligkeiten und neuropsychologi- schen Symptomen einhergeht. Anenzephalie schwerste Fehlbildung eines Neuralrohrde- fekts, entsteht vor dem 26. Tag der Schwangerschaft. Bei Kindern mit einem Anenzephalus hat sich die Schädeldecke nicht geschlossen und es fehlen in unter- schiedlichem Umfang Teile des knöcher- nen Schädeldaches, der Hirnhäute, der Kopfhaut und des Gehirns. Apoptose Die Apoptose (griechisch von apo „weg“ und ptosis „Fall“) ist eine Form des programmierten Zelltods. Es ist ein „Selbstmordprogramm“ einzelner biologi- scher Zellen. Dieses kann von außen ange- regt...

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