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Das Erlebnis des Wandels

Eine qualitativ-empirische Studie zum subjektiven Erleben von Selbstveränderung in Krisensituationen als Bildungsprozess

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Andreas Bohn

Bildungsprozesse werden in der kompetenzorientierten Bildungsforschung meist als linear und kumulativ betrachtet. Sie sind jedoch weit mehr als das. Ihnen wohnt das Bestreben nach Selbstfindung und Selbstbestimmung inne und sie entwickeln eine Eigendynamik. Diese kann am besten mit der Kategorie des Wandels beschrieben werden. Zielsetzung der Arbeit ist daher die Modellierung von Bildungsprozessen der Selbstveränderung. Leitfadengestützte episodische Interviews werden hierzu in Anlehnung an die Grounded Theory ausgewertet. Das Ergebnis bildet ein Gesamtmodell des Wandels mit den Teilkategorien Krise, Transzendentale Erfahrung, Wandel und institutionelle Bildung.

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5 Die Entwicklung des Modells

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Die Darstellung des Modells erfolgt im weiteren Verlauf differenziert nach den Hauptkategorien Krise, transzendentale Erfahrung, Wandel und institutionelle Bildung. Kernkategorie stellt die Kategorie des Wandels dar. Ziel dieses Kapi- tels soll es also sein, diese Kernkategorien inklusive ihrer Eigenschaften und Dimensionen anhand von Codes in ihrer Entstehung zu illustrieren sowie aufei- nander zu beziehen. 5.1 Krise An dieser Stelle soll nun eine Hauptkategorie, die Krise vorgestellt werden. Be- reits nach den ersten Erhebungen hatte sich gezeigt, dass die Krise, zumindest bezogen auf die Stichprobe der Untersuchung, nicht aus Wandlungsprozessen wegzudenken ist, denn alle interviewten Personen berichteten von Krisen im Zusammenhang mit Wandel. Sie scheint also ein fester Bestandteil von Verän- derung zu sein. Zunächst wird die Krise anhand des induktiv erstellten Kategoriensystems präsentiert und anschließend deduktiv auf vereinzelt auf theoretische Aspekte bezogen. Auf diese Weise soll eine Modellierung der Krise versucht werden, welche im weiteren Verlauf auf weitere Kernkategorien ausgeweitet wird. 5.1.1 Kategoriensystem Krise Das folgende Kategoriensystem (vgl. Abbildung 15) zeigt die Kernkategorie der Krise mit den jeweiligen Unterkategorien. Die Entwicklung des Modells 108 Abbildung 15: Kategoriensystem Krise Aus den Daten ergeben sich demnach die Unterkategorien Manifestation, Verlauf und Bewältigung. Es sei an dieser Stelle angemerkt, dass durch die Ka- tegorisierung das Gesamtphänomen Krise derart in analytische Teilbereiche auf- geteilt wird. Außerdem ergeben sich nicht vermeidbare Überscheidungen und Wechselwirkungen zu den beiden anderen Kernkategorien. So werden etwa Fra- gen hinsichtlich der eigentlichen Krisenbewältigung in diesem Abschnitt nicht endgültig geklärt werden,...

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