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Interkorrelationen von generationsspezifischen Varietäten und Identitätsprofilen

Eine statistische Analyse in Padua

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Anna Kessler

Die Arbeit stellt die Analyse zentraler Lemmata der italienischen Jugendkultur sowie regionaler Elemente (Padua) in den Vordergrund und diskutiert diese hinsichtlich ihrer Verbreitung und ihres Gebrauchs. Wiederholte statistische Erhebungen erlauben eine Sprachdynamik nachzuzeichnen und den Aspekt der Identität zu ergänzen. Dem Leser wird damit ein Grundverständnis des Konzepts der Identität vermittelt. Er erhält Einblicke in die systematische Vorgehensweise bei der Erstellung eines Fragebogens, der sowohl linguistischen Kriterien genügt als auch valide Daten zur Errechnung identitätskonstituierender Größen offeriert. Besonders junge Mädchen sind in ihrer Identität diffus. Gleichzeitig benutzen Mädchen mit androgyner Persönlichkeit signifikant häufiger das getestete Vokabular fern von jugendspezifischen Kontexten. Der Einfluss dieser Mädchen auf die Konvergenzbewegung Subvarietät – Standard ist somit zentrales Forschungsergebnis.

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5. Das Korpus 2008

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5.1 Die Rekonstruktion des Fragebogens Im theoretischen Teil über Identitätsarbeit leisten Keupp et al. mit ihrem Werk ,Identitätskonstruktionen‘ einen bedeutenden Beitrag. Viel tragen sie folglich auch zur Aktualisierung des Fragebogens hinsichtlich der Identitätsarbeit heuti ger Jugendlicher bei (Keupp 2002), während die Fragegruppe nach der Ge schlechtsidentität vor allem in Anlehnung an HagemannWhite entstanden ist. Im Folgenden werden die einzelnen Fragen vorgestellt und erklärt, auf wel chem Hintergrund sie entstanden sind und welche Zielsetzung sie verfolgen. Die Forschungsgruppe um Keupp untersuchte eine Gruppe Jugendlicher und deren Auseinandersetzung mit ihrer Identität, indem sie mehrere Untersu chungsmethodiken verbindet. Im Zentrum steht jedoch das qualitative Interview, welches iterativ in einem Abstand von zwei Jahren durchgeführt wurde. Zum Er stinterview im Zeitraum von 1991 bis 1992 waren die Jugendlichen im Alter von 17 bis 19 Jahren. Nach Keupp (2002: 302) erscheint der explorative Charakter, der durch eine Gesprächsanalyse ermöglicht wird, bei der Untersuchung von Identitätskonstruktionen am sinnvollsten, auch wenn er standardisierte Instru mente durchaus integriert. In dieser Studie kann diese Methodik nicht angewandt werden, insofern die Identitätskonstruktion von Jugendlichen einen interessanten Aspekt darstellt, je doch im Vergleich zum sprachlichen Teil dieser Untersuchung einen geringeren Stellenwert einnimmt.73 Weiterhin macht Keupp darauf aufmerksam, wie wichtig es sei, in Form eines Fragebogens soziographische Daten zu sichern. Deshalb soll der erste Teil des Fragebogens unverändert bleiben. Lediglich der letzte Abschnitt, die Fragen nach Schule, Eltern und Lehrern, wird ersetzt. Zu dem iterativen Erhebungsprozess in Form...

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