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Die Nachfrist im Leistungsstörungsrecht

Sarah Höffmann

Das Rechtsinstitut der Nachfristsetzung stellt die zentrale Voraussetzung im deutschen Leistungsstörungsrecht dar. Von ihm hängen im BGB grundsätzlich sämtliche sekundären Rechtsbehelfe ab. Die Entwicklung der Nachfristregelung orientierte sich stets an dem Ziel, die Position des Gläubigers bestmöglich zu stärken und ihn nicht durch unnötige formelle Zwänge einzuschränken. Dabei war mit der Nachfrist zugleich auch immer die Intention verbunden, den Bedürfnissen des Schuldners angemessen Rechnung zu tragen. Ob ein solcher Interessenausgleich nach der gegenwärtigen Rechtslage überhaupt noch besteht, ist ein Schwerpunkt dieser Arbeit. Sie bietet eine umfassende Analyse des Instituts der Nachfrist in den §§ 281, 323 BGB. Die hierzu bestehenden Problem- und Diskussionsfelder werden umfassend dargelegt, kritisch untersucht und eigenen Lösungsvorschlägen, bspw. in Form von Novellierungsvorschlägen, zugeführt.

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Inhaltsverzeichnis

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§ 1 Einleitung ........................................................................................................................... 1 I. Die Nachfrist als Besonderheit des deutschen Rechts .................................................... 1 II. Gang der Darstellung ...................................................................................................... 2 § 2 Historische Entwicklung der Nachfrist vom ADHGB bis zur Schuldrechtsmodernisierung .............................................................................................. 5 I. Die Zeit vor Inkrafttreten des BGB ................................................................................ 6 1. Zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts: Die Bedürfnisse des neuzeitlichen Handelsverkehrs bringen das allgemeine bürgerliche Recht an seine Grenzen ............. 6 2. Die wirtschaftlichen Verhältnisse zur Zeit der beginnenden Industrialisierung ............ 7 3. Schwächen des gemeinen Rechts ................................................................................... 8 4. Die Einführung der Nachfrist in das Allgemeine Deutsche Handelsgesetzbuch ........... 9 a. Art. 356 ADHGB: Die Nachfrist zur Nachholung des Versäumten .......................... 9 b. Differenzierung zwischen Sach- und Geldleistung ................................................. 11 c. Der Vorteil der neuen Regelung – Vereinfachter Weg zu den Sekundärrechten .... 11 d. Der Umgang mit dem Missbrauch der Nachfristsetzung ........................................ 12 II. Die Nachfrist im Bürgerlichen Gesetzbuch vom 18.8.1896......................................... 13 1. Der Weg zur Aufnahme der Nachfrist ins BGB ........................................................... 13 a. Der erste Entwurf des BGB ..................................................................................... 13 b. Der zweite Entwurf des BGB .................................................................................. 15 (1) Die verschiedenen Anträge zur Ausgestaltung der Nachfristregelung ............. 15 (2) § 326 BGB – „Abschluss der bisherigen Rechtsentwicklung“ ......................... 17 2. Unterschiede zwischen der Nachfristregelung im BGB zu der im ADHGB ............... 18 a. Strengere Anforderungen an die Nachfrist .............................................................. 18 b. Die neue rechtsgestaltende Wirkung ....................................................................... 19 c. Erweiterung des Anwendungsbereichs .................................................................... 20 III. Zwischenfazit: Die Nachfrist als Produkt wirtschaftlicher Bedürfnisse und Aus- druck politischer Grundanschauung ............................................................................. 20 VIII IV. Die Schuldrechtsreform und ihre Auswirkungen auf die Nachfrist ............................. 22 1. Grund und Ziel der Novellierung des BGB .................................................................. 22 2. Schwächen...

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