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Das modale System im Spannungsfeld zwischen Theorie und kompositorischer Praxis

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Edited By Jochen Brieger

Thema des Bandes ist das Spannungsfeld zwischen theoretischer Beschreibung und praktischer Handhabung des modalen Systems. In acht Beiträgen, die vom Mittelalter bis zur Renaissance reichen, beleuchten die Autorinnen und Autoren aus unterschiedlichen Perspektiven, wie das modale System von Komponisten und Musiktheoretikern verstanden wurde. Darüber hinaus werden in den Beiträgen Vorschläge für eine analytisch adäquate Herangehensweise entwickelt.

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Markus Jans: Modus und Modalität wahrnehmen und vermitteln.Über die Arbeit mit Tonfeldern. Ein Erfahrungsbericht

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Markus Jans Modus und Modalität wahrnehmen und vermitteln. Über die Arbeit mit Tonfeldern. Ein Erfahrungsbericht - für Christopher - I Ein Wesenszug und gleichzeitig wohl das eigentliche Lebenselixier modaler Melodien ist die Wandelbarkeit der Tonbedeutung im wechselnden melodischen Umfeld. Einzelne sol­ cher Umfelder lassen sich als klein- oder größerformatig beschreiben, und sie sindjeweils von charakteristischen Tonbeziehungen (Intervallen und deren bevorzugten Füllweisen) geprägt. Unterschiedliche Felder liegen oft über- und ineinander und verursachen dadurch jenes Ineinander der Modi, jene modale Vielfarbigkeit, wie sie Christopher Schmidt in seiner Harmonia Modorum auf eindrückliche Weise ohrenfällig gemacht hat.1 Nach be­ stimmten Kriterien ausgewählte Felder lassen sichjedoch auch zur Darstellung einzelner (monochromer) Modi verbinden und damit zur Modusbestimmung heranziehen. Ich möchte im Folgenden von meinen Lern- und Lehrerfahrungen berichten und mich dabei insbesondere auf den Aspekt der wechselnden Tonbedeutung konzentrieren. An ei­ nem Beispiel soll der Umgang mit Feldern veranschaulicht werden. Damit hoffe ich zu­ gleich, eine Vorstellung von dem Prozess vermitteln zu können, der zu diesem metho­ dischen Ansatz geführt hat. Zunächst werde ich mit kleineren und mittelgroßen Feldern arbeiten, danach verbinde ich diese zu Großfeldern und stelle sie im Hinblick auf modale und weitere Tonordnungen tabellarisch dar. Schließlich möchte ich der Frage nachgehen, inwieweit die Felder sich auf die wichtigsten uns bekannten theoretischen Modelle des Mittelalters beziehen,ja uns diese möglicherweise gar in neuem Licht sehen und verstehen lassen. Im Verlaufe meiner langjährigen Arbeit mit den...

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