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Selbstbestimmt entscheiden

Beratung bei Pränataldiagnostik und Schwangerschaftsabbruch

Anne Rummer

Schwangere Frauen müssen über die Inanspruchnahme pränataler Untersuchungen entscheiden und nach Vorliegen des Befundes in manchen Fällen über einen Schwangerschaftsabbruch. Diese Entscheidungen sollten möglichst selbstbestimmt sein. Dazu kann Beratung beitragen. Das Buch stellt sich der ebenso schwierigen wie wichtigen Aufgabe, einen auch für Nichtjuristen verständlichen Überblick über die ethischen und rechtlichen Rahmenbedingungen von Beratung bei Pränataldiagnostik und Schwangerschaftsabbruch zu geben. Der Gesetzgeber hat sich mit der Einführung des § 2a SchKG und des GenDG von 2010 in diesem Kontext erstmals für die Normierung eines Beratungskonzepts entschieden, das auf der Zusammenarbeit insbesondere von Ärzten und psychosozialen Beraterinnen beruht. Die Zusammenarbeit erfordert neben der Anerkennung der Professionalität des anderen die Kenntnis seines Beratungsverständnisses. Dazu gehören gesetzliche, untergesetzliche, berufsrechtliche und professionsinterne Vorgaben sowie die Berücksichtigung ethischer Aspekte.

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Anhang: Landesrechtliche Regelungen zur psychosozialen Beratung

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Baden-Württemb erg Gesetz zur Ausführung des Schwangerschaftskonfliktgesetzes (AGSchKG) vom 12. Juni 2007, zuletzt geändert am 25. Januar 2012, i.V.m. der Verwaltungsvor­ schrift des Ministeriums für Arbeit und Soziales über die Anerkennung und För­ derung anerkannter Schwangerschaftskonfliktberatungsstellen sowie der katho­ lischen Schwangerenberatungsstellen (VwV - SchKG) vom 9.12.2011. In Baden-Württemberg werden als Schwangerschaftskonfliktberatungsstellen Beratungsstellen anerkannt, an denen sowohl Konflikt- als auch die allgemeine Schwangerenberatung durchgeführt wird (Ziff. 7.1 VwV-SchKG). Hinsichtlich der Qualifikation der Beraterinnen setzt Ziff. 5.7 VwV-SchKG für Beraterinnen an Schwangerenkonfliktberatungsstellen mehrjährige Berufserfah­ rung und Kenntnis der entsprechenden Hilfen voraus. Beraterinnen müssen Fachkräfte sein. Fachkräfte sind in der Regel staatlich anerkannte Sozialpädago­ gen und -pädagoginnen, staatlich anerkannte Sozialarbeiter und -arbeiterinnen, Diplompädagogen und -pädagoginnen der Fachrichtung Sozialpädagogik. Fach­ kräfte können auch Diplompsychologen und -psychologinnen sowie Ärzte und Ärztinnen sein, wenn sie über ausreichende Kenntnisse über die öffentlichen und privaten Hilfen für Schwangere, Familien, Mütter und Kinder verfügen. Ab­ solventen und Absolventinnen eines Studiums mit dem Abschluss Bachelor of Arts (Schwerpunkt Soziale Arbeit) oder Master of Arts, werden dann als Fach­ kräfte anerkannt, wenn der Studiengang ausgewiesene Module für die soziale Beratungspraxis enthält und dies entsprechend nachgewiesen wird. Die Bera­ tungsfachkräfte haben regelmäßig Supervisions- und Fortbildungsangebote wahrzunehmen; die Fortbildung ist dabei durch die Träger in angemessenem Umfang zu ermöglichen (Ziff. 7.2.3 VwV-SchKG). Bayern Gesetz über die Schwangerenberatung (Bayerisches Schwangerenberatungsge­ setz - BaySchwBerG) vom 9....

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