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«Unravelling»

C.G. Jungs Individuations- und Archetypenlehre im Werk Gwendolyn MacEwens

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Linda Weiland

Gwendolyn MacEwen war eine Kultfigur der Literaturszene Torontos der 1960er/1970er Jahre. Als exotisch und extravagant findet man sie und ihr Werk in diesem Zusammenhang beschrieben, als «Queen of Canadian Poetry» wird sie von Zeitgenossen bezeichnet. Heute ist Gwendolyn MacEwens Werk größtenteils in Vergessenheit geraten: Als zu eigenwillig, um im kanadischen Kanon zu bestehen und im 21. Jahrhundert Relevanz zu haben, wird es bewertet. Eine Betrachtung mit Hilfe von C.G. Jungs Individuations- und Archetypenlehre kann zur Entschlüsselung ihres Werks beitragen, die Komplexität und Zeitlosigkeit ihrer Lyrik sowie Prosa zeigen und ihre Anschlussfähigkeit an die großen Themen der kanadischen Literatur ausweisen.

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II. Individuation und Archetypen: Eine integrative Einführung in die Theorie C.G. Jungs

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The Shadow-Maker kann als Konzeptband bezeichnet werden, der auf Jungs Theorien basiert. Allein die Struktur des Werkes suggeriert dies: The Shadow- Maker gliedert sich in vier Kapitel, denen jeweils ein Epigraph vorangestellt ist; drei der ausgewählten Zitate stammen aus C.G. Jungs Symbole der Wandlung. Die Epigraphe spielen auf die wichtigsten Konzepte der Lehre C.G. Jungs an. Sie sollen im Folgenden daher als Aufhänger für einen Überblick zu Jungs Leh- re verwendet werden und eine kurze Einführung in die Theorien Jungs integra- tiv, bereits in Verbindung mit The Shadow-Maker, ermöglichen. Ein Anspruch auf Vollständigkeit besteht hierbei nicht. Es sollen vielmehr vor allem die Kon- zepte Jungs besprochen werden, die für die Analyse und Interpretation von The Shadow-Maker, Noman und Noman’s Land bedeutsam sind. 1. Das Unbewusste Kapitel 1: „Holy Terrors“ „The onslaught of instinct then becomes an experience of divinity, provided that the man … defends himself against the animal nature of the divine power. It is ‘a fearful thing to fall into the hands of the living God’…”111 „Der Anfall der Triebgewalt ist dann ein Gotteserlebnis, wenn der Mensch der Übermacht nicht erliegt, das heißt nicht blindlings ihr folgt, sondern sein Menschsein gegen den animalischen Charakter der göttlichen Kraft mit Erfolg ver- teidigt. Es ist ‚furchtbar, in die Hände des lebendigen Gottes zu fallen.’“112 1.1. „[Z]um eigenen Selbst werden“ – Der Individuationsprozess Der Titel des Kapitels sowie das ausgewählte Einführungszitat verweisen auf die Individuationslehre Jungs. Der Begriff...

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