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«Unravelling»

C.G. Jungs Individuations- und Archetypenlehre im Werk Gwendolyn MacEwens

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Linda Weiland

Gwendolyn MacEwen war eine Kultfigur der Literaturszene Torontos der 1960er/1970er Jahre. Als exotisch und extravagant findet man sie und ihr Werk in diesem Zusammenhang beschrieben, als «Queen of Canadian Poetry» wird sie von Zeitgenossen bezeichnet. Heute ist Gwendolyn MacEwens Werk größtenteils in Vergessenheit geraten: Als zu eigenwillig, um im kanadischen Kanon zu bestehen und im 21. Jahrhundert Relevanz zu haben, wird es bewertet. Eine Betrachtung mit Hilfe von C.G. Jungs Individuations- und Archetypenlehre kann zur Entschlüsselung ihres Werks beitragen, die Komplexität und Zeitlosigkeit ihrer Lyrik sowie Prosa zeigen und ihre Anschlussfähigkeit an die großen Themen der kanadischen Literatur ausweisen.

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III. The Shadow-Maker

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1. Individuation in The Shadow-Maker MacEwen erhält für The Shadow-Maker den renommierten Governor General’s Award und es ist der Gedichtband, der heute am stärksten mit ihr verbunden wird. Rosemary Sullivans Biographie trägt diesen Titel, ebenso Brenda Long- fellows Dokumentarfilm. Viele Kritiker bezeichnen The Shadow-Maker als MacEwens gelungenstes Werk und als wegbahnend für Karriere.313 Es gibt allerdings auch andere Auffassungen. Frank Davey äußert sich zwar lobend über MacEwens Romane und Kurzgeschichten, über den früheren Ge- dichtband Breakfast for Barbarians sowie über den späteren The Armies of the Moon. The Shadow-Maker wird von ihm jedoch in die Kategorie „less success- ful book“ eingeordnet: „[I] thought The Shadow-Maker contained more shadow than art.“314 Er sieht die Gedichte in The Shadow-Maker als „mysteriously ex- cerpted dialogue from a hidden play.”315 Eine ebenso kritische Ansicht vertritt Ellen D. Warwick, wenn sie schreibt: „[T]he shadowy realms remain shadowy, unreal, not linked to a concrete reality existing outside the writer’s mind. A re- ader is left puzzling whether MacEwen’s vision or technique is most to blame.”316 Die Sprache in The Shadow-Maker bewertet Warwick als subjektiv und abstrakt – mit dem Resultat, dass der Inhalt für den Leser unverständlich und unglaubwürdig bleibt: „Whatever the reason, the world of holy terrors, nightmare and darkness remains, for most part, unarticulated in this book.”317 Warwick und Davey sind die vehementesten Kritiker von The Shadow- Maker. Dass auch aus anderen Richtungen kritische Urteile zu dem Band kom-...

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