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Theorie und Methode einer literaturwissenschaftlichen Imagologie

Dargestellt am Beispiel Russlands in literarischen Werken Heimito von Doderers

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Malgorzata Swiderska

Diese Studie ist die erste imagologische Untersuchung des Phänomens nationaler Fremdheit in den literarischen Werken Heimito von Doderers (1896-1966). Mit ihr soll ein Bewusstsein für die imagologische Fremdheitsproblematik in der Doderer-Forschung geschaffen werden. Das Interpretationskonzept stützt sich hauptsächlich auf die phänomenologische Hermeneutik Paul Ricœurs. Die darauf fußend erarbeitete Terminologie und Methode wird zur Interpretation des literarischen Werks Doderers im Hinblick auf Russland eingesetzt. Dabei wird die grundlegende Bedeutung Russlands und F. M. Dostoevskijs für die fiktionale Welt Doderers festgestellt.

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Vorwort

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Die vorliegende Studie verdankt ihre Entstehung meiner früheren Beschäftigung mit dem literarischen Werk Heimito von Doderers. Im Rahmen eines Humboldt- Stipendiums in Bochum und Tübingen arbeitete ich in den Jahren 1986–1988 an einem Projekt zur Poetik des österreichischen Romans der 1950er Jahre, das Prof. Dr. Wendelin Schmidt-Dengler (1942–2008) von der Universität Wien be- treute. Dieses Projekt konnte jedoch damals nicht abgeschlossen werden. In den folgenden Jahren begann ich mich während meines Studiums an der Universität Tübingen mit der Problematik der komparatistischen bzw. literatur- wissenschaftlichen Imagologie zu beschäftigen. Als dessen Ergebnis konnte ich im Jahre 2001 meine Tübinger Dissertation über die Darstellung Polens im lite- rarischen Werk F. M. Dostoevskijs veröffentlichen (widerska 2001), deren Be- treuer Prof. Dr. Rolf-Dieter Kluge vom Slavischen Seminar der Universität Tü- bingen war. In jener Studie habe ich versucht, die literaturwissenschaftliche Imagologie in die Dostoevskij-Forschung und zugleich in die Ostslavistik einzu- führen. Vor einigen Jahren habe ich begonnen, mich erneut mit dem literarischen Werk Heimito von Doderers auseinanderzusetzen. Dabei erarbeitete ich ein ima- gologisches Forschungsprojekt, das ich im Jahre 2006 mit Herrn Prof. Dr. Wen- delin Schmidt-Dengler diskutiert habe. Das Ziel dieses Projekts ist die literatur- wissenschaftliche Imagologie, insbesondere meine in der Dostoevskij-Studie er- arbeitete Terminologie und hermeneutische Textinterpretationsmethode in die Doderer-Forschung einzuführen. Als Thema der geplanten neuen Studie habe ich die für Doderers Gesamtwerk besonders relevante Darstellung Russlands gewählt, die u.a. aus dessen Faszination von F. M....

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