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Das Notationssystem von Heinz Matyssek

Die Realität seiner Anwendung und sein generatives Potenzial beim Konsekutivdolmetschen

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Lucyna Krenz-Brzozowska

In der Arbeit wurden universale Notationsgrundregeln festgelegt, mit denen Dolmetscher den Kern ihrer individuellen Notationssysteme bilden können. Es sind Matysseksche Notationsregeln mit einem so hohen generativen Potenzial, dass sie von den meisten Dolmetschern bei der Notizennahme angewendet werden. Das von Jerzy Żmudzki entwickelte KSD-Modell wurde um die Phase Speicherung ergänzt, die aus zwei parallel verlaufenden Subphasen Memorisierung und Notizennahme besteht, wobei deren Platzierung von der Notationssprache im jeweiligen Moment abhängt. Darüber hinaus wurden die Merkmale der Textsorte Notationstext bestimmt, wobei dieser immer an den AS- und ZS-Text gebundene Text als Subtext zu diesen Texten zu betrachten ist. Die Arbeit liefert auch einen Beitrag zur Diskussion um die Notationssprache(n).

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4 Überblick über die Konzeptionen des KSD und Kriterien seiner Abgrenzung von anderen Dolmetschsorten

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Der einschlägigen Literatur sind viele separate, mehr oder weniger adäquate De­ finitionen des Dolmetschens zu entnehmen. Die Diskussion um eine endgültige eindeutige Definierung der Begriffe Translation, Translat, Übersetzen, Überset­ zung, Dolmetschen, Verdolmetschung ist im Zusammenhang mit den Gemein­ samkeiten und Unterschieden zwischen der mündlichen und schriftlichen Transla­ tion sowie mit dem theoretischen Ansatz, den der jeweilige Forscher vertritt, zu sehen (Koller 41992:18).29 Vom Forscheransatz sowie davon, ob sich der jeweili­ ge Autor hauptsächlich mit dem Dolmetschen oder Übersetzen befasst, und ob er vor allem Theoretiker oder Praktiker ist, hängt ab, welche Aspekte des Dolmet­ schens er in seinen Definitionen thematisiert. Aufgrund neuer Erkenntnisse in der Translatorik berücksichtigen die Forscher in Definitionen grundsätzlich immer mehr Faktoren und Bedingungen der Translation, wodurch die Begriffe zwar im­ mer adäquater, zugleich aber auch immer komplizierter ausgelegt werden. Der Dolmetschprozess wird i. d. R. nicht als ganzes und einteiliges Phänomen defi­ niert, sondern in Phasen zergliedert. Die Zahl der Phasen variiert, am häufigsten jedoch werden drei Phasen unterschieden. Wegen der potenziell begrenzten An­ schaulichkeit werden in letzter Zeit statt verbaler Definitionen graphische Model­ le entwickelt, mit deren Hilfe sich die Begriffe in ihrer ganzen Komplexität erklä­ ren lassen (Koller 1992:96-97). Den mannigfaltigen Definitionen des Phänomens Dolmetschen folgen mehre­ re Kriterien seiner Einteilung in Sondersorten. Die Kriterien der Definierung und Herausstellung des KSD von den anderen Dolmetschsorten resultieren direkt aus der angenommenen Definition des Dolmetschens. I. d. R. wird das...

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