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Das Notationssystem von Heinz Matyssek

Die Realität seiner Anwendung und sein generatives Potenzial beim Konsekutivdolmetschen

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Lucyna Krenz-Brzozowska

In der Arbeit wurden universale Notationsgrundregeln festgelegt, mit denen Dolmetscher den Kern ihrer individuellen Notationssysteme bilden können. Es sind Matysseksche Notationsregeln mit einem so hohen generativen Potenzial, dass sie von den meisten Dolmetschern bei der Notizennahme angewendet werden. Das von Jerzy Żmudzki entwickelte KSD-Modell wurde um die Phase Speicherung ergänzt, die aus zwei parallel verlaufenden Subphasen Memorisierung und Notizennahme besteht, wobei deren Platzierung von der Notationssprache im jeweiligen Moment abhängt. Darüber hinaus wurden die Merkmale der Textsorte Notationstext bestimmt, wobei dieser immer an den AS- und ZS-Text gebundene Text als Subtext zu diesen Texten zu betrachten ist. Die Arbeit liefert auch einen Beitrag zur Diskussion um die Notationssprache(n).

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9 Befragung zur Anwendung des Matyssekschen Notationssystems

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Im Folgenden wird die Methodik und Durchführung der Befragung besprochen, die unter Dolmetschern und fortgeschrittenen Studierenden des Faches Dolmet­ schen an ausgewählten Ausbildungsstätten durchgeführt wurde. Ihre methodi­ schen Grundsätze wurden der empirischen Sozialforschung entlehnt, weil die Er­ rungenschaften dieser Disziplin im Bereich der Methodologie quantitativer Unter­ suchungen besonders gut fundiert sind, weshalb sie auch in den Sprachwissen­ schaften eine immer größere Beachtung finden (Atteslander 1220 08:5). Laut den applizierten Grundsätzen entscheiden über die methodische Kor­ rektheit einer Untersuchung sowohl die Einhaltung von Forschungsregeln als auch der Forschungsablauf selbst (Atteslander 1220 08:3, 16). Um diesen Anforde­ rungen gerecht zu werden, wurde die Befragung nach Phasen geplant und durch­ geführt, und ihr Ablauf unterlag einer ständigen Kontrolle. 9.1 Problem- und Gegenstandsbenennung Die erste Untersuchungsphase stellte hier die Problembenennung dar, worunter die Formulierung der zu untersuchenden Probleme in Form wissenschaftlicher Fragestellungen zu verstehen ist (Atteslander 1220 08:18). Die Beweggründe zur Durchführung einer empirischen Untersuchung können verschiedenen Quellen entspringen. Der Impuls für die Durchführung der vorliegenden Untersuchung ging weniger von theoretischen Erwägungen als von der alltäglichen Tätigkeit eines Konsekutivdolmetschers aus. Die Praxisanforderungen waren somit der äu­ ßere direkte Anstoß, dem sie ihre Entstehung verdankt. Das erste Hauptziel der Untersuchung war es, über eine erfahrungswissenschaftli­ che Bilanzierung hinaus die Anwendung des Matyssekschen NS zu evaluieren, d. h. zu untersuchen: • welche Matyssekschen NR häufig genug angewendet werden, um als Notati­ onsgrundregeln klassifiziert werden zu k...

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