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Das Notationssystem von Heinz Matyssek

Die Realität seiner Anwendung und sein generatives Potenzial beim Konsekutivdolmetschen

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Lucyna Krenz-Brzozowska

In der Arbeit wurden universale Notationsgrundregeln festgelegt, mit denen Dolmetscher den Kern ihrer individuellen Notationssysteme bilden können. Es sind Matysseksche Notationsregeln mit einem so hohen generativen Potenzial, dass sie von den meisten Dolmetschern bei der Notizennahme angewendet werden. Das von Jerzy Żmudzki entwickelte KSD-Modell wurde um die Phase Speicherung ergänzt, die aus zwei parallel verlaufenden Subphasen Memorisierung und Notizennahme besteht, wobei deren Platzierung von der Notationssprache im jeweiligen Moment abhängt. Darüber hinaus wurden die Merkmale der Textsorte Notationstext bestimmt, wobei dieser immer an den AS- und ZS-Text gebundene Text als Subtext zu diesen Texten zu betrachten ist. Die Arbeit liefert auch einen Beitrag zur Diskussion um die Notationssprache(n).

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13 Zusammenfassende Schlussfolgerungen

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13.1 Deklarierte Anwendung des Matyssekschen Notationssystems beim KSD und sein generatives Potenzial Im Folgenden werden die aus der Analyse von Befragungsergebnissen resultie­ renden zusammenfassenden Schlussfolgerungen in Bezug auf die deklarierte An­ wendung der Matyssekschen NR und ihr generatives Potenzial präsentiert, die es erlaubt haben, die analysierten NR in Abhängigkeit von den angenommenen In­ terpretationskriterien zu vier Kategorien zu gruppieren: • universale Notationsgrundregeln • Notationsgrundregeln, die auf ihre Universalität hin nicht unterucht werden konnten • Notationsgrundregeln, deren Anwendung von der Vertrautheit mit dem Matys­ sekschen NS abhängt • Matysseksche NR, die keine Notationsgrundregeln sind 13.1.1 Universale Notationsgrundregeln Es wurde festgestellt, dass die Anwendung von 57 der analysierten NR bei der Notizennahme oft genug deklariert wurde, um diese NR wegen ihres hohen gene­ rativen Potenzials als Notationsgrundregeln einstufen zu können. Unter den 57 ermittelten Notationsgrundregeln konnten 34 universale Notati­ onsgrundregeln identifiziert werden. Die universalen Notationsgrundregeln sind Matysseksche NR, die so effektiv sind, dass sie nicht nur durch die meisten mit dem Matyssekschen NS vertrauten, sondern auch durch die meisten mit dem NS von Matyssek nicht vertrauten Probanden bei der Generierung von Notationstex­ ten angewendet werden. 27 universale Notationsgrundregeln wurden aufgrund der Ergebnisse von Kreuz- tabulierungen und Hypothesentestungen ermittelt. Es sind: • Gebrauch des Fragezeichens als NZ für ,fragen’ bzw. ,Frage’ • Gebrauch von Abkürzungen • Notierung der Verstärkung von Hervorhebungen • fakultative Markierung des Konjunktivs • Markierung der Vergangenheit • Gebrauch des englischen PP ,we’ als NZ für die 1. Pers. Pl. • Gebrauch des hochgestellten kleinen ,s’ zur Pluralmarkierung bei Substantiven 326 Zusammenfassende...

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