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Frankreich-Deutschland: Transkulturelle Perspektiven- France-Allemagne: Perspectives transculturelles

Literatur, Kunst und Gesellschaft. Festschrift für Karl Heinz Götze- Littérature, arts, société. Mélanges en l’honneur de Karl Heinz Götze-

Wolfgang Fink, Ingrid Haag and Katja Wimmer

Frankreich-Deutschland/Deutschland-Frankreich: Vorbild, Trugbild, Wunschbild, Spiegelbild? Karl Heinz Götze, dem diese Festschrift gewidmet ist, erkundet diese Frage in seiner Forschung immer wieder, unter den verschiedensten Blickwinkeln, in den verschiedensten Bereichen. Von eben dieser Vielfalt der Erscheinungsformen deutsch-französischen Kulturtransfers zeugen die hier publizierten Beiträge deutscher und französischer Forscher. Sie präsentieren transkulturelle Streifzüge vom 17. Jahrhundert bis in die Gegenwart, in denen die unterschiedlichsten Aspekte der beiden Kulturen in ihren Wechselbeziehungen untersucht werden. Die Vielfalt der Perspektiven reicht von der Literatur und der Geschichte, der Ideengeschichte und der Linguistik, über die Malerei und den Film bis hin zur Esskultur.
France-Allemagne/Allemagne-France : modèle, mirage, miroir ? Karl Heinz Götze, à qui sont dédiés ces mélanges, explore sans relâche cette question dans ses recherches, à partir de différents points de vue et dans les domaines les plus variés. Ce volume, composé de contributions de chercheurs allemands et français, se veut à l’image de cette diversité due aux multiples facettes des transferts culturels franco-allemands. Il présente des explorations transculturelles du XVIIe siècle à nos jours, qui éclairent les aspects les plus divers des relations entre les deux cultures. L’éventail des perspectives s’étend de la littérature à la culture culinaire, en passant par l’histoire, l’histoire des idées, la linguistique, la peinture et le film.

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Du XVIIe au XIXe siècle

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21 Deutsch-französische Spiegelverhältnisse bei Jean de La Fontaine Christiane Solte-Gresser Universität des Saarlandes 1. Zeitgenössische Verhältnisse zwischen Deutschen und Franzosen in historischer Perspektive Die deutsch-französische Literaturgeschichte ist bekanntlich reich an Werken, die den Blick auf das jeweils andere Land zum zentralen Thema machen. Zahl- reiche dieser Texte sind längst zu regelrechten Klassikern deutsch-französischer Spiegelverhältnisse avanciert. Dazu zählen unbestritten Voltaires Candide ou l’optimisme, Lessings Minna von Barnhelm, Balzacs Le Cousin Pons, Gottscheds Die Hausfranzösin oder Michel Tourniers Le Roi des Aulnes. Aber auch in weni- ger kanonisierten Gattungen jenseits des Theaters oder des Romans finden sich freilich umfangreiche Reflexionen über die andere Nation und deren Bewohner. Reiseberichte wie Sophie von La Roches Journal einer Reise durch Frankreich, Germaine de Staëls Studie De l’Allemagne, die journalistischen Arbeiten, die Heinrich Heine in Lutezia versammelt, oder auch die entsprechenden Artikel in Diderots und D’Alemberts Encyclopédie sind eindrückliche Beispiele für die Auseinandersetzung mit ‚den‘ Deutschen oder ‚den‘ Franzosen aus einem Blickwinkel, welcher von der jeweils anderen Seite des Rheins ausgeht. Auch mit den Deutschland- und Frankeichbildern in solchen Textsorten hat sich die Forschung bereits intensiv auseinandergesetzt und die komplexen Formen der Verschriftlichung analysiert, die die Wahrnehmungen des Anderen und die Be- gegnungen mit dem Fremden hier jeweils erfahren.1 1 Aus der Fülle an Forschungsliteratur zum Verhältnis zwischen Deutschen und Franzosen in Literatur und Kultur sei hier – neben den vielen Arbeiten von Karl Heinz Götze freilich – ver- wiesen...

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