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Die Musikkritik im Wandel

Eine soziologisch-textlinguistische Untersuchung

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Edited By Susan Holtfreter

Musikkritiken zählen zu den komplexesten Texten. Als journalistische Textsorte wird die Musikkritik in den Massenmedien produziert und steht dabei in Beziehung zum System der Kunst und der Wirtschaft. Veränderungen der Massenmedien und der Kunst haben wiederholt dazu geführt, dass immer wieder die Aufgaben und die Leistungsfähigkeit dieser Textsorte und damit auch ihre Daseinsberechtigung hinterfragt worden sind. Diese Publikation untersucht den Wandel der Musikkritik in einem sich verändernden sozialen System. Statistisch ausgewertete Daten vermitteln einen grundlegenden Einblick in die Präsenz der Musikkritik in den großen Feuilletons deutscher Tageszeitungen. Eine textlinguistische Analyse verdeutlicht, wie variationsreich die Textsorte sprachlich gestaltet ist und welche Funktionen sich dahinter verbergen.

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Vorbemerkung

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In den letzten Jahren konnte ich vermehrt Diskurse zur Musikkritik beobachten, in denen in vielfältiger Weise eine Krise diagnostiziert und gar das Ende dieser Textsorte, der Pop-Kritik oder der Klassik-Kritik angekündigt wurde. Die vorlie- gende Arbeit entstand vom September 2008 bis Juni 2011. Auch in diesem Zeit- raum wurde ein Diskurs zur Musikkritik geführt und zwar zur Pop-Kritik. Dieser wurde entfacht durch den Umstand, dass das Magazin Spex als Lösung für die Probleme eine neue Textsorte, das Pop-Briefing, einführte. Was letztlich in der Debatte zu Musikkritik auffiel, war, dass es neben den vielen Einzeldarstellungen kaum statistisch erhobene Daten gab, die eine solche Diskussion fundierten. Und hinzu kam, dass ein sehr heterogenes Bild von der Musikkritik im Feuilleton entwickelt wurde. Bei weiteren Recherchen zeigte sich, dass eine derartige Problematisierung der Musikkritik kein neues Phäno- men ist, sondern weit bis zu den Anfängen der feuilletonistischen Musikkritik zurück reicht. Somit stand die Frage im Raum: Wie kommt es, dass diese Text- sorte kontinuierlich als problematisch thematisiert wird? Den divergierenden Darstellungen zur Situation der Musikkritik sollten fundierte Daten gegenüber- gestellt werden und die vielfältigen Probleme, die in Bezug auf die Textsorte diskutiert wurden, in ihrem gesellschaftlichen Rahmen zum Text in Bezug ge- setzt werden. Dieser Arbeit liegt ein Textkorpus zugrunde, das ohne Unterstützung nicht hätte erstellt werden können. So danke ich den Redaktionen für die Bereitstel- lung der Musikkritiken. Auch danke ich den Musikkritikern und Redakteuren, die sich Zeit...

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