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Between Worlds: The Age of the Jagiellonians

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Florin Nicolae Ardelean, Christopher Nicholson and Johannes Preiser-Kapeller

This volume brings together a rich variety of papers, which were given at an international conference entitled «Between Worlds: The Age of the Jagiellonians» in Cluj-Napoca in October 2010. They cover various aspects of the impact of this important dynasty on Central, Eastern and Southeastern Europe, and its reign in Lithuania, Poland, Hungary and Bohemia between the 14 th and the 16 th century. Thus, the relevance of the Age of the Jagiellonians for the transformation of Europe between the late Middle Ages and the Early Modern period becomes visible. Various approaches to the overall topic can be found in this volume, be it from the viewpoint of war and religion, frontier studies, politics, theology, historiography or art history.

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pro communi reipublicae bono. König und Reich im jagiellonischen Polen um 1500. Julia Dücker(Heidelberg)

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procommunireipublicaebono KönigundReichimjagiellonischenPolenum1500 JuliaDücker(Heidelberg) Aleksander Jagielloczyk, der König von Polen und Großfürst von Litauen, verstarb am 19. August 1506 nach nur fünfjähriger Königsherrschaft über PolenimlitauischenVilnius.WiederKrakauerGelehrteMaciejvonMiechów später in seinerChronicaPolonorum berichtete, stellte der Tod des Königs fürdieZeitgenossenkeineÜberraschungdar–einKometvoreinerungüns tigenSternenkonstellationhabedasAblebendesHerrschersschonTagezu vor angekündigt. Diesem bemerkenswerten Ereignis ebenso wie dem Um stand, dass Aleksander der erste polnische König war, der in Litauen und nicht traditionell in Krakau bestattet wurde, schenkte Maciej wesentlich mehr Beachtung als dem Tod des Herrschers oder der Würdigung seiner Person und Herrschaft. Der Chronist vermerkte lediglich spitz, Aleksander habe„sichunterallseinenBrüdernnämlichamwenigstenvorteilhafthervor [getan]“,dennerseiwenigintelligent,entscheidungsschwachundunfähigin derKriegsführunggewesen.Vorallemjedoch„warersofrommundfreigie big,warsobegierignachGeldundGold,dasser–wasauchimmermanvon ihmforderte–gernegab.“1 Und tatsächlich waren Aleksanders Brüder in der „Chronik der Polen“ zumindesteinwenignachsichtigerbeschriebenworden.ErzbischofFryderyk von Krakau etwa, der drei Jahre vor Aleksander verstorben war, trat dem Leser als entschiedener Mann entgegen, der nach dem Tod seines Vaters Kazimierz’ IV.mitTatkraft seinemBruder JanOlbrachtdieThronfolgegesi chert hatte2. Jan Olbracht selbst, den königliche Vorgänger des als so un glückseligbeschriebenenAleksander,hattederChronistalseinengebildeten und klugen, wenngleich vom Schicksal benachteiligten und daher politisch wenigerfolgreichenHerrscherbeschrieben.BereitsdieseSchilderungen,vor allem aber die harsche Kritik an der Regierung Aleksanders waren für das jagiellonischeHerrscherhauswenigschmeichelhaft,undsovermageskaum zu erstaunen, dass die „Chronik der Polen“, immerhin das erste gedruckte 1 Naminteromnesfratressuosminusbenediscernebat.…Adeotamenpius,liberalis & aeris auriq cupidus erat, ut quicquid peteretur, libs tribuebat … MACIEJ VON MIECHOW,ChronicaPolonorum.Cracovia1521,CCCLXXII. 2 MACIEJVONMIECHOW,ChronicaPolonorum,S.CCCXLVII.Vgl.dazuauchN.NOWAKOW SKA,Church,StateandDynasty inRenaissancePoland.TheCareerofCardinalFry deryk Jagiellon (1468–1503) (Catholic Christendom, 1300–1700)...

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