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Literaturanspruch und Unterhaltungsabsicht

Studien zur Entwicklung der Kinder- und Jugendliteratur im späten 20. und frühen 21. Jahrhundert

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Hans-Heino Ewers-Uhlmann

Die in diesem Band versammelten Studien widmen sich zunächst dem kinderliterarischen Paradigmenwechsel in den westlichen deutschsprachigen Ländern um 1970, um sich dann den Veränderungen zuzuwenden, welche die Kinder- und Jugendliteratur in der Mediengesellschaft der 1980er und 1990er Jahre erfahren hat. Diese Jahrzehnte stellen gleichzeitig eine Blütezeit der zeitgeschichtlichen Kinder- und Jugendliteratur dar, die sich als Teil einer umfassenden westdeutschen Erinnerungskultur begriffen hat. Weitere Studien befassen sich mit dem modernen Jugendroman und seinen vielfältigen Ausprägungen und Untergattungen. Die 1990er und 2000er Jahre werden durch die Fantasy dominiert. Einzelstudien zu den Kinderlyrikern James Krüss und Josef Guggenmos sowie zu Mira Lobe, Christine Nöstlinger und Rafik Schami runden die Sammlung ab. Viele der hier erneut publizierten Studien haben die neuere Kinder- und Jugendliteraturgeschichtsschreibung nachhaltig geprägt.

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Vorwort

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Lehre und Forschung am Frankfurter Institut für Jugendbuchforschung in einem Zeitraum von knapp zweieinhalb Jahrzehnten waren für mich eine ideale Voraus- setzung für die Beobachtung der Kinder- und Jugendliteraturentwicklung der letzten Jahrzehnte. An erster Stelle wären die stets gut besuchten Lehrveranstaltungen zu nennen, in denen heftige, mitunter äußerst kontroverse Diskussionen geführt wurden. Aus den Seminaren sind zahlreiche Magisterarbeiten, teils auch Staatsexamens– arbeiten zur aktuellen Kinder- und Jugendliteratur hervorgegangen, die vielfach originäre Forschungsleistungen darstellten. Von den Seminaren wie auch den Ab– schlussarbeiten habe ich reichhaltig profitiert – nicht zuletzt auch deshalb, weil es sich hierbei um einen Dialog zwischen verschiedenen Generationen handelte. Hinzu kam die kontinuierliche Mitwirkung in der Jury für „Die besten Sieben“ des Deutschlandradios wie in derjenigen für die „Hörbuch-Bestenliste“ des Hessisch– en Rundfunks, die einen veranlasste, den jeweiligen Neuerscheinungen nachzuspüren. Von besonderer Bedeutung waren schließlich die zweijährlich stattfindenden Kinder- und Jugendliteraturtagungen in der Evangelischen Akademie Tutzing, die gemeinsam mit der Arbeitsgemeinschaft von Jugendbuchverlegern durchgeführt wurden und die jeweils aktuelle Diskussionen und Kontroversen aufzugreifen suchten. Sie waren nicht zuletzt ein ideales Forum für Gespräche mit Verlegern, Lektoren, Literaturagenten und Übersetzern. So mancher hier abgedruckte Beitrag ist in Tutzing geboren worden. Die einzelnen Beiträge wurden lediglich stilistisch überarbeitet, inhaltlich aber unverändert gelassen. Viele der in ihnen aufgestellten Thesen sind mittlerwiele All- gemeingut der deutschsprachigen Kinder- und Jugendliteraturforschung geworden – dies in einem Maße, dass deren Urheberschaft nicht überall mehr geläufig ist. Dank...

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