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Organisationales Commitment und Beschäftigungsverhältnisse

Eine Operationalisierung unter dem Aspekt sich verändernder Beschäftigungsverhältnisse

Angelika Schmidt

In den letzten Jahren lassen sich im Hinblick auf Beschäftigungsverhältnisse tiefgehende Veränderungen feststellen. Flexibilisierungen haben Spielräume für Unternehmen, aber auch für Individuen eröffnet. In diesem Buch wird untersucht, welche Konsequenzen diese Veränderungen auf Ausprägungen von Identifikation und organisationalem Commitment haben und wie sich diese Veränderungen in der wissenschaftlichen Debatte niederschlagen. Es stellt sich die Frage, ob die bestehenden Konzeptionen der MitarbeiterInnenbindung ausreichen, um angesichts der Veränderungen in der modernen Erwerbsgesellschaft noch einen Erklärungswert für Einstellungen und Verhalten von MitarbeiterInnen zu haben. Die Ergebnisse dieser Arbeit lassen den Schluss zu, dass der Arbeitsmarkt als Vermittlungsplatz eine ganz neue Rolle gewonnen und Wirkungen auf die Wahrnehmung von Zugehörigkeiten zu Organisationen hat.

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3. Flexibilisierung der Beschäftigungsverhältnisse

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3. Flexibilisierung der Beschäftigungs- verhältnisse Die Diskussionen um die Flexibilisierung des Erwerbsleben erstrecken sich schon lange nicht mehr nur auf eine Verkürzung der Arbeitszeit und ebenfalls schon länger nicht mehr nur auf die Veränderungen der Lage von Arbeitszeiten, sondern erfassen auch die Anpassungsfähigkeit der Arbeitskräfte hinsichtlich der Qualifikationen und der Inhalte der Tätigkeiten. Mit der Weiterentwicklung der technologischen Möglichkeiten dehnen sich die Flexibilisierungsmöglich- keiten auch zunehmend auf räumliche Aspekte aus – eine Dimension20, die bei- spielsweise Mitte der 1980er Jahre noch nicht relevant war. Dieses Kapitel hat zum Ziel, die Veränderungen der Beschäftigungsverhält- nisse nachzuzeichnen und die Diskussion rund um die Einordnung ihrer Bedeu- tung zu erklären. Hier fließen sowohl makro- wie auch mikroökonomische Be- trachtungen mit hinein, um dann die Details der Veränderungen der verschiede- nen Formen in ihren Nuancen zu analysieren. Diese und daraus folgende Verän- derungen können in Anlehnung an Hochgerner (1998: 176) schematisch wie in Abbildung 5 zusammengefasst werden. Darin finden sich die schon beschriebe- nen möglichen Komponenten der Arbeit, die von Flexibilisierung betroffen sein können, wobei die von den Unternehmen angewandten Flexibilisierungsstrate- gien besonders interessant sind. 20 Vgl. dazu Hamel 1985 und Anderer 1997: 286f 62 Flexibilisierung der Beschäftigungsverhältnisse Abbildung 5: Dimensionen und Folgen von Flexibilisierung (in Anlehnung an Heinrich/Schmidt 2004: 105) Ausgangspunkt werden die Entwicklungen auf den Arbeitsmärkten in hoch- industrialisierten Ländern sein, die mit der Datenlage die zunehmende...

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