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Organisationales Commitment und Beschäftigungsverhältnisse

Eine Operationalisierung unter dem Aspekt sich verändernder Beschäftigungsverhältnisse

Angelika Schmidt

In den letzten Jahren lassen sich im Hinblick auf Beschäftigungsverhältnisse tiefgehende Veränderungen feststellen. Flexibilisierungen haben Spielräume für Unternehmen, aber auch für Individuen eröffnet. In diesem Buch wird untersucht, welche Konsequenzen diese Veränderungen auf Ausprägungen von Identifikation und organisationalem Commitment haben und wie sich diese Veränderungen in der wissenschaftlichen Debatte niederschlagen. Es stellt sich die Frage, ob die bestehenden Konzeptionen der MitarbeiterInnenbindung ausreichen, um angesichts der Veränderungen in der modernen Erwerbsgesellschaft noch einen Erklärungswert für Einstellungen und Verhalten von MitarbeiterInnen zu haben. Die Ergebnisse dieser Arbeit lassen den Schluss zu, dass der Arbeitsmarkt als Vermittlungsplatz eine ganz neue Rolle gewonnen und Wirkungen auf die Wahrnehmung von Zugehörigkeiten zu Organisationen hat.

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5. Konsequenzen der Flexibilisierung von Beschäftigungsverhältnissen

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5. Konsequenzen der Flexibilisierung von Beschäftigungsverhältnissen Die von den Organisationen gewählten Flexibilisierungsstrategien führen auf verschiedenen Ebenen zu Rückwirkungen. Die aktuellen – mit der Verbreitung flexibler Beschäftigungsverhältnisse in Verbindung stehenden – Prozesse und deren Konsequenzen auf verschiedenen Ebenen stehen im Mittelpunkt dieses Kapitels (siehe dazu Abbildung 14). Abbildung 14: Struktur des Kapitels 5 Dabei wird in der Analyse von der Makroebene des Arbeitsmarktes (Kapitel 5.1) ausgegangen, um aufzuzeigen, in welchen Systemordnungen handelnde Or- ganisationen eingebettet sind. Hier werden Steuerungsmechanismen und Prob- lemfelder der derzeit immer noch dominierenden Marktstrukturen aufgezeigt, bevor auf Konsequenzen auf Organisationsebene (Kapitel 5.2) eingegangen wird. Ein Analysefeld sind dabei die Auswirkungen auf Zusammensetzungen von Belegschaften in Organisationen. Aus den dort feststellbaren Segmen- tierungstendenzen resultierende Beschäftigungsmodi und Beziehungsmuster zwischen Beschäftigenden und Beschäftigten werden anschließend näher erläu- tert. Mikroebene – Arbeits- beziehungen Beziehungsmuster Mesoebene – Organisationen Segmentierung, Zugehörigkeit Konsequenzen der Flexibilisierung der Beschäftigungsverhältnisse Makroebene – Arbeitsmarkt Vermarktlichung Kapitel 5.2 Kapitel 5.3 Kapitel 5 Kapitel 5.1 122 Konsequenzen der Flexibilisierung von Beschäftigungsverhältnissen Die hinter den Beziehungsmustern liegenden Rationalitätsformen und deren Verankerung im generellen Umfeld (Eingebettetheit) bilden den Übergang zur letzten Betrachtungsebene – der Mikroebene der Arbeitsbeziehungen (Kapitel 5.3). Bei der Analyse der Konsequenzen der Veränderungen der Beschäfti- gungsverhältnisse auf der Ebene der individuellen Ausgestaltung der Arbeitsbe- ziehungen treten zentrale Fragen ins Blickfeld: wie wirken die Veränderungen auf Leistungssteuerungssysteme und damit auch die Beziehung von Führenden und Geführten in Organisationen und wie ver...

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