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Aktuelle Forschungsthemen der Sprechwissenschaft 3

Phonetik, Rhetorik, Sprechkunst, Sprach- und Stimmstörungen

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Edited By Lutz Christian Anders, Ines Bose, Ursula Hirschfeld and Baldur Neuber

Die in diesem Band publizierten Beiträge stammen ausnahmslos von jungen Sprechwissenschaftlerinnen und Sprechwissenschaftlern, die als Absolventen des Seminars für Sprechwissenschaft und Phonetik der Universität Halle-Wittenberg Beiträge für die Bereiche Phonetik, Rhetorik sowie Sprach-, Sprech- und Stimmstörungen vorgelegt haben. Die Themenpalette reicht von artikulatorisch-phonetischen Detailuntersuchungen über Fragen der Aussprachekodifizierung bis hin zum Rap, von antiken medizinischen Quellen zur Stimmgesundheit und über rhetorische Themen wie «Obama als orator perfectus» bis zu Sir Peter Ustinov. Auch fach- und gebietsübergreifende Arbeiten sind unter den Beiträgen, beispielsweise zur Arzt-Patienten-Kommunikation, zu argumentativen Strukturen im Kabarett und zu Äußerungsparametern bei Patienten mit neurologischen Läsionen.

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Margund Weber: Hinweise zur Optimierung der Arzt-Patienten-Kommunikation in der Palliative Care aus sprechwissenschaftlicher Sicht

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201 Hinweise zur Optimierung der Arzt-Patienten- Kommunikation in der Palliative Care aus sprechwissenschaftlicher Sicht Margund Weber, Weimar „Der Anstieg der Lebenserwartung hat eine Verschiebung des Sterbens in das höhere Lebensalter mit sich gebracht. Damit entschwindet das Sterben auch zu- nehmend aus dem alltäglichen Erfahrungshorizont moderner Menschen. Für den Einzelnen nimmt im Alltag die Wahrscheinlichkeit ab, mit dem Sterben real kon- frontiert zu werden. Darin kann ein zunehmendes Erfahrungsdefizit gesehen werden, das eine vermehrte Unsicherheit im Umgang mit sterbenden bzw. trau- ernden Menschen nach sich zieht. Der somit entstandene ‚Kompetenzverlust‘ im Umgang mit Sterben und Tod mündet […] nicht selten in einem auf Unsicherhei- ten basierenden Vermeidungsverhalten gegenüber sterbenden Menschen.“ (Pleschberger 2004, 1). Die Versorgung von unheilbar kranken und sterbenden Menschen hat sich in der jüngsten Vergangenheit zu einer eigenen Disziplin auf dem Sektor der Medizin und Pflege entwickelt, der sich zunehmend auch in Deutschland etabliert. Das Neue an der Palliativmedizin bzw. der Palliative Care sind die medizinischen und wissenschaftlichen Fortschritte der letzten Jahrzehnte in der Schmerzthera- pie, Symptomkontrolle und die Erkenntnisse im Hinblick auf elementare Be- dürfnisse Schwerstkranker und Sterbender. Wiederentdeckt wurde dabei auch die Bedeutung von Ethik, Mitmenschlichkeit, Teamarbeit und Kommunikation (vgl. Husebö / Klaschik 1998, 1). Die Kommunikation stellt ein zentrales Krite- rium dar bei der professionellen Begleitung unheilbar kranker Menschen, deren Ziel es ist, Lebensqualität nicht durch Heilung, sondern durch Linderung zu er- halten. Der vorliegende Artikel präsentiert die wichtigsten Ergebnisse der zu Grunde liegenden Diplomarbeit „Die Arzt-Patienten-Kommunikation in...

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