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The Musical Culture of Silesia before 1742

New Contexts – New Perspectives

Series:

Pawel Gancarczyk and Lenka Hlávková-Mrácková

The volume includes detailed studies concerning various aspects of the musical culture of Silesia from the fifteenth to mid-eighteenth centuries. The authors, who represent academic centres in Poland, Czech Republic, Germany, Slovakia, Holland, France and Great Britain, present new sources, as well as reinterpreting previously known facts and phenomena. What makes the approach here so original is that it takes into account the wider context of musical culture in Silesia, not limited to examining it exclusively in relation to the Polish, Czech or German cultures. Here we can see Silesia as one of the regions of Central Europe, and not merely as a western province of Poland, northern province of the Czech Kingdom, or eastern province of Prussia.

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Lenka Hlávková-Mrácková: Die Saganer Stimmbücher (Das Glogauer Liederbuch) und die Traditionen des polyphonen Liedes in Mitteleuropa

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Die Saganer Stimmbücher (Das Glogauer Liederbuch) und die Traditionen des polyphonen Liedes in Mitteleuropa1 Lenka Hlávková-Mráková Univerzita Karlova, Praha Innerhalb der heute bekannten musikalischen Quellen aus der 2. Hälfte des 15. Jahrhunderts stellen die mitteleuropäischen Handschriften mit Polyphonie zweifellos eine bedeutsame Quellengruppe dar. Einerseits überliefern sie das europaweit bekannte und verbreitete internationale Repertoire, andererseits sind sie Träger lokaler Traditionen, die vom hohen Niveau und gleichzeitig von spezifischen Werten der Musikkultur Mitteleuropas zeugen. Aus dem Territorium der Länder der Böhmischen Krone sind heute vier wichtige mehrstimmige Quellen bekannt: zwei böhmische (Kodex Strahov, Kodex Speciálník) und zwei schlesische (Saganer Stimmbücher, Breslauer Kodex).2 Obwohl diese Handschriften in der letzten Zeit im Mittelpunkt der Forschung stehen, gibt es in diesem Bereich viele unbeantwortete Fragen, vor allem ist es noch nicht möglich, die musikalischen Verknüpfungen und Verbreitungswege des Repertoires innerhalb der Region zu skizzieren. Vor knapp 20 Jahren legte Reinhard Strohm in seinem Buch The Rise of European Music eine Hypothese vor, die die Existenz eines „inner network“– eines Netzes der Beziehungen unter den mitteleuropäischen Musikzentren voraussetzt. Mit diesem Modell versucht sein Autor, die derzeitigen Kenntnisse der Problematik zusammenzufassen und zukünftiger Forschung Perspektiven aufzuzeigen. Seit dem Erschienen von The Rise of European Music im Jahre 1993 entstanden einige Studien, die sich auch mit dem Thema der gemeinsamen mitteleuropäischen Musiktraditionen beschäftigen. Es handelt sich vor allem um die Magisterarbeit von Jitka Petrusová zum weltlichen im Kodex...

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