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The Musical Culture of Silesia before 1742

New Contexts – New Perspectives

Series:

Pawel Gancarczyk and Lenka Hlávková-Mrácková

The volume includes detailed studies concerning various aspects of the musical culture of Silesia from the fifteenth to mid-eighteenth centuries. The authors, who represent academic centres in Poland, Czech Republic, Germany, Slovakia, Holland, France and Great Britain, present new sources, as well as reinterpreting previously known facts and phenomena. What makes the approach here so original is that it takes into account the wider context of musical culture in Silesia, not limited to examining it exclusively in relation to the Polish, Czech or German cultures. Here we can see Silesia as one of the regions of Central Europe, and not merely as a western province of Poland, northern province of the Czech Kingdom, or eastern province of Prussia.

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Jaap van Benthem: Die Saganer Stimmbücher (Das Glogauer Liederbuch): eine unbeachtete Quelle für Johannes Tourout?

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Die Saganer Stimmbücher (Das Glogauer Liederbuch): eine unbeachtete Quelle für Johannes Tourout? Jaap van Benthem Utrecht Seit einigen Jahren beschäftigt mich ein Komponist, der um die Mitte des 15. Jahrhunderts Mitglied der Kaiserlichen Habsburgischen Kapelle war und uns in musikalischen Quellen der zweiten Hälfte desselben Jahrhunderts eine variierte Sammlung mehrstimmiger Kompositionen hinterlassen hat. Ich begegnete ihm als mir als Editor der Gesammelten Messen von Johannes Ockeghem klar wurde, dass die dreistimmige Sine nomine Messe stilistisch gar nicht zu Ockeghems Oeuvre passt.1 Mit Hilfe von Andrew Kirkmans Buch The Three-Voice Mass in the Later Fifteenth and Early Sixteenth Centuries2 entdeckte ich alsdann, dass diese problematische Messe genau Anschluss hat an einigen dreistimmigen Messen eines gewissen Johannes Tourout, eines Komponisten der bis vor zehn Jahren unter dem Namen Johannes Touront uns fast völlig unbekannt war. Dank Paweł Gancarczyks Aufmerksamkeit kennen wir jetzt ein Dokument zu seinem Lebenslauf.3 Es bestätigt, dass im Jahre 1460 ein gewisser Johannes Tourout, Kleriker der Diözese Tournai, Cappellanus und Mitglied der kaiserlichen Kapelle, mit einer Präbende an der Liebfrau Kirche in Antwerpen beschenkt worden war. Diese Schenkung war Teil eines politischen Manövers von Seiten des Papstes, Kaiser Friedrich den Dritten zu bewegen sich an einer Kreuzfahrt gegen das Ottomanische Reich zu beteiligen. Unter der erheblichen Anzahl von Klerikern die auf diese Weise beschenkt wurden, fanden sich nicht weniger als acht Mitglieder der kaiserlichen Kapelle. Weil wir in der Nähe von Antwerpen die Kleinstadt Torhout, auf französisch Tourout...

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