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The Musical Culture of Silesia before 1742

New Contexts – New Perspectives

Series:

Pawel Gancarczyk and Lenka Hlávková-Mrácková

The volume includes detailed studies concerning various aspects of the musical culture of Silesia from the fifteenth to mid-eighteenth centuries. The authors, who represent academic centres in Poland, Czech Republic, Germany, Slovakia, Holland, France and Great Britain, present new sources, as well as reinterpreting previously known facts and phenomena. What makes the approach here so original is that it takes into account the wider context of musical culture in Silesia, not limited to examining it exclusively in relation to the Polish, Czech or German cultures. Here we can see Silesia as one of the regions of Central Europe, and not merely as a western province of Poland, northern province of the Czech Kingdom, or eastern province of Prussia.

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Bernhold Schmid: Nach dir, Herr Christe, thut mein hertz verlangen. Ein unbekanntes Kontrafakt zu Jacob RegnartsTutto lo giorno aus der Bibliothek des Gymnasiums in Brieg

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Nach dir, Herr Christe, thut mein hertz verlangen. Ein unbekanntes Kontrafakt zu Jacob Regnarts Tutto lo giorno aus der Bibliothek des Gymnasiums in Brieg∗ Bernhold Schmid Bayerische Akademie der Wissenschaften, München Im evangelischen Gymnasium Illustre in Brzeg/Brieg, gegründet von Herzog Georg II. und 1569 eingeweiht,1 muß eine reiche Musikpflege betrieben worden sein. Um das Umfeld, in dem das im folgenden abzuhandelnde Kontrafakt entstanden ist, kennenzulernen, ist es sinnvoll, einen kurzen Überblick zu geben. Die 1869 zum dreihundertjährigen Jubiläum der Schulgründung erschienene Geschichte des Königlichen Gymnasiums zu Brieg von Karl Friedrich Schönwälder und Johann Julius Guttmann2 gibt zwar für die frühen Jahre der Schule keine Nachrichten über das Musikleben, ab dem frühen 17. Jahrhundert ist jedoch einigermaßen dokumentiert, was dort möglich war. Da unser Regnartkontrafakt aber vermutlich erst nach 1595 entstanden sein dürfte – dazu später – ist es durchaus sinnvoll, kurz darzustellen, was aus der Zeit nach 1600 berichtet wird. Auf eine Kontinuität über die Jahrhundertgrenze hinweg kann schließlich schon deshalb geschlossen werden, weil der zu Beginn des 17. Jahrhunderts als Musiklehrer nachgewiesene Brieger Domkantor Georg Leuschner mit mehreren Stücken in handschriftlichen Anhängen zu gedruckten Stimmbüchern der Musikbibliothek des Gymnasiums aus den Jahren 1568–1586 vertreten ist.3 Neben Leuschner ist der an der Pfarrkirche tätige Johann Porlitzius als Musiklehrer ∗ Für die freundliche Überlassung von Faksimiles verschiedener Quellen gilt mein Dank der Biblioteka Uniwersytecka we Wrocławiu, der Proskeschen Musiksammlung...

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