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Erfülltes Leben – AnGebot und Verwirklichung

Vom rechten Verständnis des alten Gebots «Erfüllt die Erde!»- Verantwortung von Kirche und Gesellschaft für die Schöpfung- Mit einem Beitrag von Karol Nandrásky- Eine theologisch-philosophische Textsammlung

Gerhard Loettel

In diesem Buch wird Aufmerksamkeit dafür geweckt, dass der Mensch durchgängig hier und heute eine Weltverantwortung trägt. Ziel ist die weitergehende radikal humanisierende und sozial-nachhaltige Veränderung von Kultur und Zivilisation im Zeitalter der globalen Annäherung von Völkern und Ländern. Dieses Anliegen wird abgeleitet von dem Angebot göttlicher Verheißung in der Botschaft des Jesus von Nazareth. Zufolge dieses Erfüllungsauftrages geht es um Entwicklung zu größerer Menschlichkeit, um demütige Weisheitssuche, um gedeihliches humanes kulturelles Zusammenleben von Menschen und Völkern in einer nachhaltig bewahrten außermenschlichen Mitwelt. Diese garantiert das Weiterbestehen der Menschheit. Aus philosophischer Sicht werden die egozentrischen Verfehlungen und nekrophilen Irrwege der abendländischen Zivilisation beleuchtet und Beispiele für neue biophile kulturelle Wege, verbunden mit Hoffnung auf Zukunft und Öffnung zu Dialogpartnern angeführt.

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Vorwort

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Den Autor, ebenso wie den Autor des Beitrages Karol Nandrásky1, erfüllt es mit Freude, nach jahrelangen gemeinsamen theologischen, philosophischen und lite- rarischen Gesprächen, nun in einer Textsammlung einmal gemeinsam auch öf- fentlich zu Wort kommen zu können. Beide sind wir erfüllt von dem Wahrheits- gehalt, dem Ideenreichtum und der Bedeutsamkeit der christlichen Botschaft und ihrer Wurzeln für die Gestaltung des sozialen, individuellen, kulturellen und humanen Lebens auf unserem Planeten in Gegenwart und Zukunft. Aus diesem Reichtum, Angebote für ein geradezu notwendiges Tun im Hier und Jetzt wei- terzugeben ist unser Anliegen. Notwendig ist dies, weil es scheint, daß unsere Zivilisation global in eine Krise geraten ist. Das Buch wendet sich an geistig aufgeschlossene Leser, denen es klar wurde, daß wir nicht ohne Gott, beziehungsweise die Schätze der Religion als unseren tiefsten und wertvollsten Erfahrungen und Sehnsüchten der Menschheit leben können. Unsere Zivilisation hat sich infolge der Aufklärung ÿ jedoch einer nur unvollständigen und verkürzten Aufklärung ÿ fast ausschließlich der ratio- nalen logisch diskursiven und quantifizierbaren Erkenntnisermittlung zuge- wandt. Unter dieser methodischen Engführung mußten der Glaube an Gott und an die geistlichen Erfahrungen der Religion ausgeblendet werden. Damit aber wurden auch Erfahrungswerte wie Hoffnung, Verantwortung, Miterleiden, Gewissen, Fürsorge, Zukunftserwartung, Visionen und Utopien weitgehend ausgeschlossen. Wir leben in dem Erfahrungshorizont, daß uns zwar der Gott der kirchlichen Tradition weitgehend abhanden gekommen ist, können aber nicht ohne Gott leben und eine nachhaltige Zukunft gewinnen. Und das...

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