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Erfülltes Leben – AnGebot und Verwirklichung

Vom rechten Verständnis des alten Gebots «Erfüllt die Erde!»- Verantwortung von Kirche und Gesellschaft für die Schöpfung- Mit einem Beitrag von Karol Nandrásky- Eine theologisch-philosophische Textsammlung

Gerhard Loettel

In diesem Buch wird Aufmerksamkeit dafür geweckt, dass der Mensch durchgängig hier und heute eine Weltverantwortung trägt. Ziel ist die weitergehende radikal humanisierende und sozial-nachhaltige Veränderung von Kultur und Zivilisation im Zeitalter der globalen Annäherung von Völkern und Ländern. Dieses Anliegen wird abgeleitet von dem Angebot göttlicher Verheißung in der Botschaft des Jesus von Nazareth. Zufolge dieses Erfüllungsauftrages geht es um Entwicklung zu größerer Menschlichkeit, um demütige Weisheitssuche, um gedeihliches humanes kulturelles Zusammenleben von Menschen und Völkern in einer nachhaltig bewahrten außermenschlichen Mitwelt. Diese garantiert das Weiterbestehen der Menschheit. Aus philosophischer Sicht werden die egozentrischen Verfehlungen und nekrophilen Irrwege der abendländischen Zivilisation beleuchtet und Beispiele für neue biophile kulturelle Wege, verbunden mit Hoffnung auf Zukunft und Öffnung zu Dialogpartnern angeführt.

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3. Genetik und Artenvielfalt - ökologische Problemanzeige

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37 3. Genetik und Artenvielfalt ÿ ökologische Problemanzeige Der Mensch hat mehr und mehr das Rüstzeug zu Erkenntnissen und zu Mani- pulationen innerhalb der Schöpfung gewonnen. Er hat das allerdings nicht genutzt, um die Zusammenhänge dieser vielfältigen Schöpfung zu erkennen und sie ýherauszuführenþ aus leidverursachenden Strukturen. Vielmehr hat er im Alleingang versucht, mit Hilfe der ihm ýeingefallenenþ Teilerkenntnisse in den ÿ ihm unbekannten Zusammenhang ÿ einzugreifen und sich Vorteile für die Verbesserung allein seines eigenen Lebens anzueignen. Die Schöpfung in ihrer Vielfalt war ihm eben unter Vernachlässigung der biblischen Schöpfungs- erfahrung gleichgültig. Ökologische Forschung wird sich heute dieses notwendigen Zusammen- hangs wieder bewußt. Hier muß wiedergewonnen werden, was die Erkenntnis des Glaubens schon einmal zusammengetragen hatte. Diese Glaubenserkenntnis kann uns allerdings schon im Voraus mahnen, daß der ökologische Ansatz in jedem Fall zu kurz bleibt, wenn er erneut Zusammenhänge der Schöpfung ledig- lich um der Verbesserung menschlichen Lebens willen aufspürt. Die Ganzheit auch in bezug auf das Dominium terrae wird nur gewonnen, wenn die öko- logische Forschung das Lebensrecht der einmaligen Schöpfung in ihrer ganzen Vielfalt beachtet. Die genetische Forschung ÿ und Technologie(?) ÿ sollte nun (eigentlich) Sachwalterin für die Vielfalt der Arten sein. Bezüglich ihrer Erkenntnisfunktion und ihrer Manipulationsmöglichkeiten hinsichtlich dieser Artenvielfalt können ihr sieben Fragen vorgelegt werden: 1. Können Genetik und Gentechnologie die Artenvielfalt bewahren? Sind Gene- tik plus Gentechnologie überhaupt imstande, eine Artenvielfalt in Ökosym- biose anzustreben und zu gewährleisten...

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