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Erfülltes Leben – AnGebot und Verwirklichung

Vom rechten Verständnis des alten Gebots «Erfüllt die Erde!»- Verantwortung von Kirche und Gesellschaft für die Schöpfung- Mit einem Beitrag von Karol Nandrásky- Eine theologisch-philosophische Textsammlung

Gerhard Loettel

In diesem Buch wird Aufmerksamkeit dafür geweckt, dass der Mensch durchgängig hier und heute eine Weltverantwortung trägt. Ziel ist die weitergehende radikal humanisierende und sozial-nachhaltige Veränderung von Kultur und Zivilisation im Zeitalter der globalen Annäherung von Völkern und Ländern. Dieses Anliegen wird abgeleitet von dem Angebot göttlicher Verheißung in der Botschaft des Jesus von Nazareth. Zufolge dieses Erfüllungsauftrages geht es um Entwicklung zu größerer Menschlichkeit, um demütige Weisheitssuche, um gedeihliches humanes kulturelles Zusammenleben von Menschen und Völkern in einer nachhaltig bewahrten außermenschlichen Mitwelt. Diese garantiert das Weiterbestehen der Menschheit. Aus philosophischer Sicht werden die egozentrischen Verfehlungen und nekrophilen Irrwege der abendländischen Zivilisation beleuchtet und Beispiele für neue biophile kulturelle Wege, verbunden mit Hoffnung auf Zukunft und Öffnung zu Dialogpartnern angeführt.

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8. Zwanzig Sätze zur zukünftigen Energiepolitik ohne Kernkraft

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1. Wer Kernkraft sagt, sagt ja zu höherem Energieumsatz, wer höheren Ener- gieumsatz befürwortet, sagt auch ja zu mehr Verbrennung fossiler Rohstoffe. 2. Der Mensch darf nicht mehr Energie umsetzen, als ihm pro Zeiteinheit von der Sonne zugestrahlt wird. Nur dann bleibt er im Überlebensgleichgewicht mit allen lebensförderlichen biologischen und abiologischen Faktoren der Erde118. 3. Der Mensch muß gewährleisten, daß das Verhältnis von zugeführter Energie (Sonne) und abgeführter Energie (durch nächtliche Abstrahlung in den Weltraum) stationär bleibt. 4. Der Mensch hat sich durch die Energienutzung der fossilen und radioaktiven Ressourcen aus diesem Überlebensgleichgewicht herausgestellt. 5. Der Mensch muß künftig nicht mehr, sondern weniger Energie verbrauchen; d.h. er muß die Entropieproduktion (Produktion wertloser Abwärme) mini- mieren, d.h. die Effektivität der Energieumsätze steigern. 6. Dazu müssen die Energiebereitstellung und die Energienutzung dezen- tralisiert werden. 7. Bei dezentraler und effektiverer Energieumsetzung können die zivilisa- torischen Bedürfnisse erhalten bleiben. 8. Je eher der Umbau zu regenerativen und effektiveren sowie dezentralen Energienutzungssystemen durchgeführt wird, um so geringer werden die Kli- mafolgen und Folgen für die Lebensqualität unserer Nachfahren ausfallen. 9. Erfolgt dieser Umbau nicht, wird der Energiehunger nach den Energieroh- stoffen auf der Erde zu noch schrecklicheren (Öl)-Kriegen führen. Die Atomkraftoption (Kernkraft õAtombombe!) verschärft diese Situation bis zur Vernichtung der Menschheit119. 10.Kernkraft ist keine Alternative. Sie darf weder politische, militärische noch wirtschaftliche Kraft bleiben, also weder Bombe noch Kernkraftwerk, ihre Vernichtungskraft...

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