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Erfülltes Leben – AnGebot und Verwirklichung

Vom rechten Verständnis des alten Gebots «Erfüllt die Erde!»- Verantwortung von Kirche und Gesellschaft für die Schöpfung- Mit einem Beitrag von Karol Nandrásky- Eine theologisch-philosophische Textsammlung

Gerhard Loettel

In diesem Buch wird Aufmerksamkeit dafür geweckt, dass der Mensch durchgängig hier und heute eine Weltverantwortung trägt. Ziel ist die weitergehende radikal humanisierende und sozial-nachhaltige Veränderung von Kultur und Zivilisation im Zeitalter der globalen Annäherung von Völkern und Ländern. Dieses Anliegen wird abgeleitet von dem Angebot göttlicher Verheißung in der Botschaft des Jesus von Nazareth. Zufolge dieses Erfüllungsauftrages geht es um Entwicklung zu größerer Menschlichkeit, um demütige Weisheitssuche, um gedeihliches humanes kulturelles Zusammenleben von Menschen und Völkern in einer nachhaltig bewahrten außermenschlichen Mitwelt. Diese garantiert das Weiterbestehen der Menschheit. Aus philosophischer Sicht werden die egozentrischen Verfehlungen und nekrophilen Irrwege der abendländischen Zivilisation beleuchtet und Beispiele für neue biophile kulturelle Wege, verbunden mit Hoffnung auf Zukunft und Öffnung zu Dialogpartnern angeführt.

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14. Der Kairos des Hier und Jetzt

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ÿ ýDer Augenblickþ als geschenkte Möglichkeit sich zu ändern und alles neu zu machen ýÿ (Von Karol Nandrásky238) In K. Nandráskys nun folgender Abhandlung geht es um den (Mit) Schöpfungs- prozeß; Also, nicht um etwas, was es schon fertig gibt, sondern um eine Aufgabe, die man füllen muß. Die Vergangenheit ist schon nicht mehr, die Zukunft ist noch nicht und die Gegenwart ist der Übergang, der transitus zwischen Vergangenheit und Zukunft und über diesen transitus, um seinen ýAugenblickþ, geht es auch für den Menschen, damit Schöpfung zustande kommt. Denn die uns geschenkte Zeit des Heute, mit seinem Hier und Jetzt, versetzt uns darein, die Möglichkeit zu ergreifen, die Welt, mindestens aber uns selbst zu verändern. ýewig ist nur die Zeit des Herrnþ Endre Ady 14.1 Trostloser Kreislauf ýEs gibt nichts Neues unter der Sonneþ Prediger 1,9 Wodurch wir existieren, sind geschichtlich beschlossene Befunde. Wir sind nicht ermächtigt, sie zu widerrufen. Wir konnten uns auch nicht aussuchen, wo wir geboren wurden, wir können aber unseren Lebensweg wählen, das Konzept trassieren, welches wir verwirklichen wollen. Wir wissen zudem, daß unsere individuellen Möglichkeiten begrenzt sind. Stellen sich uns verschiedene Hin- dernisse in den Weg ÿ und sind sie nicht einmal sehr stark ÿ so fühlen wir uns ihnen gegenüber dennoch machtlos. Menschen der Gegenwart empfinden es besonders stark, daß sie nicht nur hineingezogen sind in den Gang der Gescheh- nisse, sondern ihnen ausgeliefert sind. So erwächst in ihnen ein tragisches...

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