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Erfülltes Leben – AnGebot und Verwirklichung

Vom rechten Verständnis des alten Gebots «Erfüllt die Erde!»- Verantwortung von Kirche und Gesellschaft für die Schöpfung- Mit einem Beitrag von Karol Nandrásky- Eine theologisch-philosophische Textsammlung

Gerhard Loettel

In diesem Buch wird Aufmerksamkeit dafür geweckt, dass der Mensch durchgängig hier und heute eine Weltverantwortung trägt. Ziel ist die weitergehende radikal humanisierende und sozial-nachhaltige Veränderung von Kultur und Zivilisation im Zeitalter der globalen Annäherung von Völkern und Ländern. Dieses Anliegen wird abgeleitet von dem Angebot göttlicher Verheißung in der Botschaft des Jesus von Nazareth. Zufolge dieses Erfüllungsauftrages geht es um Entwicklung zu größerer Menschlichkeit, um demütige Weisheitssuche, um gedeihliches humanes kulturelles Zusammenleben von Menschen und Völkern in einer nachhaltig bewahrten außermenschlichen Mitwelt. Diese garantiert das Weiterbestehen der Menschheit. Aus philosophischer Sicht werden die egozentrischen Verfehlungen und nekrophilen Irrwege der abendländischen Zivilisation beleuchtet und Beispiele für neue biophile kulturelle Wege, verbunden mit Hoffnung auf Zukunft und Öffnung zu Dialogpartnern angeführt.

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15. Epilog

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Neben Lesermeinungen, die davon ausgehen, daß es gar keiner Hoffnung auf ein neues Miteinander der Menschen in der globalisierten Welt bedarf, weil die Zi- vilisationsgewinne allmählich doch die ganze Welt erobern würden, gibt es die Gegenposition, die dringend und schnell eine Wende der ökologischen, sozialen und ökonomischen Verhältnisse herbeisehnt und am Verzweifeln ist, daß und warum dieser Umbau so langsam vonstatten geht. Während die einen also gar keine Hoffnung zu brauchen meinen, verlieren die Anderen allmählich die Hoffnung auf eine gedeihliche neue Entwicklung aus der Angst heraus, alles geht zu langsam vonstatten. Warum geht also der Umbau so langsam vonstatten? Darüber haben sich schon viele und Genrationen von Wissenschaftlern Gedanken gemacht? Was ist dabei gefunden worden? ÿ Da ist erstens ein gewisser Konsens unter Wissenschaftlern ÿ und ich meine aber auch unter der Zivilbevölkerung ÿ der eine lebenslang geübte Einstel- lung zu Kulturwerten, zu Zielstellungen für die Zukunftsgestaltung und zu Handlungsmustern betrifft. Man nennt diesen Konsens heute, das vorherr- schende Paradigma. Davon abhängig sind natürlich auch die wirtschaftlich- finanzielle Sicherstellung und das Ansehen, das man als Mensch in der Gesellschaft genießt. Das, was somit ein Leben lang die Ausrichtung im Dasein gewesen ist, kann doch wegen einiger sich ändernder globaler Konstitutionen mit einemmal nicht falsch und abwegig gewesen sein! Ein Großteil der Wissenschaftler und Menschen aus der Zivilbevölkerung wehrt sich darum gegen einen solchen Paradigmenwechsel und verbleibt bei den alten Denk- und Handlungsmustern. In diesem alten Paradigma kennt man...

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