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Die Sicherungsverwahrung – Ausdruck einer zunehmenden Sicherheitsorientierung im Strafrecht?

Die Entwicklung der Sicherungsverwahrung im Kontext des Spannungsverhältnisses von Freiheit und Sicherheit

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Florian Conradi

Die Sicherungsverwahrung ist die härteste und umstrittenste strafrechtliche Maßregel. Gleichwohl ist sie seit Mitte der 1990er Jahre durch eine schwer zu überblickende Zahl von Gesetzesreformen erweitert worden. Damit ging eine Verschiebung des Spannungsverhältnisses zwischen dem Freiheitsanspruch des Betroffenen und der Sicherheit der Allgemeinheit zu Lasten der Freiheit einher. Die Erklärung der Hintergründe der zunehmenden Sicherheitsorientierung sowie die Erörterung möglicher Wege zu einer restriktiveren Gestaltung der Sicherungsverwahrung sind zentrale Gegenstände dieser Arbeit. Der Autor spricht sich für eine strikte Beachtung von Strafrechtsprinzipien aus, um der aktuellen Überbewertung sicherheitspolitischer Aspekte im Recht der Sicherungsverwahrung entgegenzuwirken.

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Inhaltsverzeichnis

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Einleitung ............................................................................................................ 15 Zielsetzung der Arbeit...................................................................................... 15 Gang der Darstellung ....................................................................................... 16 A. Die Gefahr maßloser Anwendung zweckgeleiteter strafrechtlicher Sanktionen – eine rechtsphilosophische und -theoretische Erörterung .............. 19 I. Einleitung ...................................................................................................... 19 II. Grundlagen zweckgeleiteter und -freier Sanktionen in der Rechtsphilosophie der Aufklärung .................................................................. 20 1. Rechtsphilosophie Hobbes und Beccarias................................................ 20 2. Rechtsphilosophie Kants und Hegels ....................................................... 22 3. Fazit .......................................................................................................... 25 III. Das Konzept eines zweckgeleiteten Strafrechts nach v. Liszt .................. 27 1. Das zweckstrafrechtliche Konzept ........................................................... 27 2. Der Umgang mit dem Straftäter ............................................................... 28 3. Fehlende Begrenzung des zweckgeleiteten Strafrechts ........................... 30 4. Ausblick: Der Kompromiss der Zweispurigkeit ...................................... 31 IV. Erfahrungen mit dem zweckgeleiteten Strafrecht im Nationalsozialis- mus am Beispiel der Sicherungsverwahrung ................................................... 32 1. Die Sicherungsverwahrung nach dem Gewohnheitsverbrechergesetz .... 32 2. Die Anordnungs- und Entlassungspraxis gegenüber Erwachsenen ......... 34 3. Die Sicherungsverwahrung gegen Jugendliche ....................................... 36 4. Fazit .......................................................................................................... 38 V. Begrenzung der Maßregel in modernen Maßregelbegründungs- ansätzen? .......................................................................................................... 39 1. Sozialethischer Ansatz ............................................................................. 40 2. Notwehrrecht der Gesellschaft ................................................................. 40 3. Positiv generalpräventiver Ansatz ............................................................ 41 4. Überwiegendes öffentliches Interesse ...................................................... 42 5. Fazit .......................................................................................................... 43 VI. Fazit ........................................................................................................ 43 12 B. Die Entwicklung der Sicherungsverwahrung – Ausdruck einer zu- nehmenden Sicherheitsorientierung .................................................................... 45 I. Die Entwicklung der Sicherungsverwahrung zwischen 1945 und 1997 ...... 45 1. Die Entwicklung der Sicherungsverwahrung im Erwachsenen- strafrecht ....................................................................................................... 45 2. Die Entwicklung der Sicherungsverwahrung für Jugendliche und Heranwachsende ........................................................................................... 47 3. Fazit .......................................................................................................... 48 II. Die normative Erweiterung der Sicherungsverwahrung zwischen 1998 und 2008 ........................................................................................................... 49 1. Erste Stufe: Verschärfungen durch das „Gesetz zur Bekämpfung von Sexualdelikten und anderen gefährlichen Straftaten“ vom 26.01.1998 ....... 49 2....

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