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Das Prinzip staatlicher Neutralität und die Freiheit der Religionsausübung

Eine Analyse der Rechtsprechung zum ethisch-religiösen Neutralitätsgebot

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Elmar Busse

Staatliche Neutralität ist das Leitmotiv hoheitlichen Handelns in der multikulturellen Gesellschaft. Die praktischen Anforderungen an dieses Dogma steigen. Das Spannungsverhältnis aus positiver und negativer Religionsfreiheit wird besonders in Bereichen wie der Schule sichtbar. Über die Frage, was konkret unter dem Begriff Neutralität zu verstehen ist, herrscht Uneinigkeit. Der Verfasser nähert sich diesem Thema unter praktischen Gesichtspunkten und untersucht die Rechtsprechung der vergangenen 60 Jahre. Dabei werden die relevanten Gerichtsentscheidungen erschlossen, systematisiert und aufbereitet. Anhand dieses umfangreichen Materials entwickelt der Autor sachbereichsabhängige Neutralitätsauslegungen und gelangt zu einer Aussage über das tatsächliche Neutralitätsverständnis weiter Teile judikativer Staatsgewalt. Auf Grundlage seiner Auswertung spricht er sich für eine Neutralitätsauslegung aus, die den Staat verpflichtet, statt eines passiven Beobachters die Rolle eines aktiven Vermittlers zwischen den Kulturen einzunehmen. Maßgebliche Prägekraft haben für ihn dabei die Werte der Freiheit und Gleichheit aller religiösen Bekenntnisse.

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Inhaltsverzeichnis

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Vorwort ................................................................................................................. 7 Abkürzungsverzeichnis ....................................................................................... 15 Erster Teil: Einführung.................................................................................... 19 A. Einleitung ...................................................................................................... 19 B. Ziel und Gang der Untersuchung .................................................................. 26 Zweiter Teil: Grundlagen – Staatliche Neutralität und Religionsfreiheit ........... 29 A. Begriffe und Kontext .................................................................................... 29 I. Staatskirchenrecht und Religionsverfassungsrecht ............................... 30 II. Grundprinzipien des Religionsverfassungsrechts .................................. 31 B. Verfassungsrechtliche Grundlagen der Religionsfreiheit .............................. 33 I. Die Grundrechte aus Art. 4 Abs. 1 und Abs. 2 GG ............................... 34 1. Die Freiheiten aus Art. 4 Abs. 1 GG ................................................ 34 2. Die Religionsausübungsfreiheit aus Art. 4 Abs. 2 GG .................... 36 a) Die Bestimmung des Schutzbereiches von Art. 4 Abs. 2 GG .... 39 b) Die Schranken von Art. 4 Abs. 2 GG ......................................... 40 aa) Das Modell der Schrankenleihe ........................................ 40 bb) Gesetzesvorbehalt aus Art. 140 GG i.V.m. 136 Abs. 1 WRV ............................................................... 41 cc) Verfassungsimmanente Schranken ................................... 42 dd) Eigene Position ................................................................. 43 3. Negative Freiheiten des Art. 4 GG .................................................. 45 II. Ergebnis ................................................................................................ 46 C. Der Neutralitätsbegriff in der wissenschaftlichen Diskussion ...................... 47 I. Vorbemerkung: Zwei Neutralitätszusammenhänge – zwei Neutralitätsbegriffe ....................................................................... 47 II. Der organisationsrechtliche Neutralitätsbegriff..................................... 48 1. Neutralität als „Moderations- und Förderungsgebot“ ...................... 49 2. Neutralität als distanzierendes Trennungsgebot .............................. 50 III. Der grundrechtliche Neutralitätsbegriff ................................................ 51 1. Neutralität als Prinzip der „Nicht-Identifikation“ ............................ 52 10 2. Neutralität als religionsverfassungsrechtlicher Verweisungs- begriff .............................................................................................. 53 3. Neutralität als Gebot der Begründungsneutralität ........................... 54 4. Neutralität als „Leerformel“ ............................................................ 55 5. Neutralitätsbegriffe in Kommentierungen zum Grundgesetz .......... 56 D. Resümee ........................................................................................................ 59 Dritter Teil: Die Analyse der Rechtsprechung zum Prinzip staatlicher Neutralität ..................................................................................... 61 A. Zum Neutralit...

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