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Georg Baselitz und der Neue Typ

Die frühen Werke- Auf dem Weg zu einem neuen Menschenbild

Reinhard Herz

Ziel dieser Untersuchung ist es, das frühe Œuvre von Georg Baselitz systematisch und umfassend zu erkunden – als Voraussetzung für alle späteren Entwicklungen bis hin zur Motivumkehr. In den frühen 60er Jahren entwickelt der Künstler in Westberlin aus informellen Anfängen heraus eine neue gegenständliche Figuration. Auf dem Weg zur Formung eines neuen Menschenbildes setzt er der Abstraktion eine strikt anthropomorph ausgerichtete Figuration entgegen, deren wichtigstes Kennzeichen die Verknüpfung von informellen Elementen und naturgegebener Körperform in einer männlichen Einzelfigur ist. Rückblickend lassen sich zwischen 1958 und 1966 Werkphasen abgrenzen, die mit der Darstellung von Köpfen, Torsi, einer sich aufrichtenden Gestalt und dem Auftreten eines scheinbar uniformierten Neuen Typs die allmähliche Rückgewinnung der menschlichen Gestalt aus ihrer informellen Auflösung zeigen.

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Pandämonisches Manifest I, 1. Version .................................................................. 244 Pandämonisches Manifest I, 2. Version .................................................................. 246 Pandämonisches Manifest II .................................................................................... 247 Pandämonisches Manifest II (Endteil, alternative Version) ................................... 252 Deckblatt: Mitteilungen des Landesvereins Sächsischer Heimatschutz e. V. ....... 253 Faltblatt: Manifest zu dem Gemälde Die großen Freunde (Abb. 70) ..................... 254 244 Pandämonisches Manifest I, 1. Version 245 Entnommen: Ausst.-Kat.: „Georg Baselitz. Die Aachener Zeichnungen 1958-1976“, Ludwig Forum für Internationale Kunst, Aachen 1992, S. 14–15. 246 Pandämonisches Manifest I, 2. Version Entnommen: Ausst.-Kat.: „Georg Baselitz. Die Aachener Zeichnungen 1958-1976“, Ludwig Forum für Internationale Kunst, Aachen 1992, S. 21. 247 Pandämonisches Manifest II 248 249 weiße Mark. Schön in Schachteln aller Köpfe – die Dichter, ihrer Überfülle Verworrenheit. Blit- zeslicht ohne Gott in nackte Wälder, Körper meiner in klarstes Wasser ausgeboren. Fürch- terliches Dunkel in Eiskristall einziger Wahrheit. Auf, so aufgeschwebt gewundener Himmels- sog zur letzten Mission. Ich bin von unsichtbarer Ausdehnung. Syste- matische Abtönung der fühllosen Bereiche (Abtötung) in einem einzigen Dauern. Die Unendlichkeit, die mir aus dem Munde bläst. Ich bin auf dem Mond, wie andere auf ihrem Balkon. Das Leben wird weitergehen. Alles Geschriebene ist Schweinerei. 250 251 Entnommen: Ausst.-Kat.: „Georg Baselitz. Die Aachener Zeichnungen 1958-1976“, Ludwig Forum für Internationale Kunst, Aachen 1992, S. 28-32. 252 Pandämonisches Manifest II (Endteil, alternative Version) Abschrift aus: Ausst.-Kat.: „Georg Baselitz. Die Aachener Zeichnungen 1958-1976“, Ludwig Forum für Internationale Kunst, Aachen 1992, S. 34...

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