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Entschuldigung und Entschuldigungsannahme im Täter-Opfer-Ausgleich

Eine soziolinguistische Untersuchung zu Gesprächsstrukturen und Spracheinstellungen

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Gabriele Klocke

Die interdisziplinär angelegte Studie verbindet ein sprachwissenschaftliches mit einem strafrechtlichen Erkenntnisinteresse: So werden aus sprachwissenschaftlicher Perspektive Entschuldigungs- und Entschuldigungsannahmehandlungen als spezifische Rituale in einem strafrechtlich relevanten Kontext, nämlich dem Täter-Opfer-Ausgleich untersucht. Die Autorin spürt dabei theoretisch wie empirisch der sprachlichen Form dieses Rituals, seiner gesprächsorganisatorischen Lokalisierung sowie seiner pragmatischen Organisation als Sprechaktsequenz nach. Die entsprechenden Befunde werden strafrechtlich gerahmt: So zeigt die Autorin, in welche diskursiven Prozesse Entschuldigung und Entschuldigungsannahme im Rahmen des Täter-Opfer-Ausgleichs eingebettet sind, d.h. ob die Durchführung dieses Rituals von den Mediatoren der Ausgleichsgespräche als Erfolgskriterium betrachtet wird und inwiefern sein Gelingen von der Sprachkompetenz aller Beteiligten abhängt.

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Vorwort

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Die erste Idee für die vorliegende Forschungsarbeit datiert bereits auf das Jahr 2000, als ich die Habilitationsschrift „Schadenswiedergutmachung als Instru- ment strafrechtlicher Sozialkontrolle“ (1987) in Händen hielt. Ihr Verfasser Herr Professor Dr. Detlev Frehsee hat mir einige Monate vor seinem Tod im Januar 2001 eindringlich dazu geraten, mich aus linguistischer Sicht mit strafrechtlich gerahmter Kommunikation zu befassen. Ich habe versucht mein Bestes zu geben und gedenke seiner in Verbundenheit. Das Habilitationsprojekt wurde im Sommersemester 2005 bei der Philoso- phischen Fakultät III der Universität Regensburg angemeldet und im Sommer- semester 2011 als Schrift angenommen. Die Literatur ist auf dem Stand von Ja- nuar 2013. Mein Dank gilt allen, die zum Entstehen der Arbeit beigetragen haben. Hierzu zählen zuvorderst die Probandinnen und Probanden im Forschungsfeld, die sich mir für Befragungen und als Teilnehmer von Täter-Opfer-Aus- gleichsgesprächen zur Verfügung stellten. Danken möchte ich daneben auch den Mitgliedern meines interdisziplinären Fachmentorates: Frau Professor Dr. Christiane Thim-Mabrey wie auch Herr Pro- fessor Dr. Albrecht Greule aus dem germanistischen Fachbereich sind meinem interdisziplinären Forschungsvorhaben von Beginn an mit großer Offenheit be- gegnet. Herr Professor Dr. Henning Ernst Müller hat mich als mein kriminolo- gischer Lehrer in besonders wohlwollender Weise begleitet und ist mir mein wertvollster akademischer Ratgeber. Auch Herrn Professor Dr. Paul Rössler gilt mein Dank für seine kurzfristige Bereitschaft zur Begutachtung der Arbeit. Schließlich bedanke ich mich herzlich bei Frau Professor Dr. Nina Janich, die sich ebenfalls spontan...

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