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Jahresabschlussfeststellung und Gesellschafteranerkenntnis

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Albert Stüben

Mit der Feststellung des Jahresabschlusses erklären die Gesellschafter den Jahresabschluss für verbindlich. Wenn die Bilanz der Gesellschaft eine Forderung gegen einen Gesellschafter ausweist, dann lässt sich fragen, ob mit der Abschlussfeststellung ein Anerkenntnis dieser Forderung verbunden ist. Die Arbeit informiert ausführlich über den bilanziellen Ausweis von Forderungen gegen Gesellschafter und zeigt damit auf, in welchen Fällen sich die Frage nach einem Anerkenntnis eröffnet. Dabei werden die rechtsformspezifischen Besonderheiten der GmbH, der OHG und der KG sowie der GmbH & Co. KG geschildert. Auf dieser Basis wird eingehend untersucht, ob angenommen werden kann, dass mit der Abschlussfeststellung ein Gesellschafteranerkenntnis entsteht.

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2. Abschnitt: Der bilanzielle Ausweis von Forderungen gegen Gesellschafter

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21 2. Abschnitt: Der bilanzielle Ausweis von Forde- rungen gegen Gesellschafter Bei der Bilanzierung lassen sich im Allgemeinen drei Fragen unterscheiden: die Frage, welche Güter in die Bilanz aufgenommen werden dürfen und müssen (Ansatz; vgl. §§ 246ff. HGB), die Frage, in welcher Höhe die Güter auszuweisen sind (Bewertung; vgl. §§ 252ff. HGB), und die Frage, an welcher Stelle die Gü- ter auszuweisen sind (Ausweis; vgl. §§ 247 Abs. 1, 266 HGB)1. Die vorliegende Arbeit befasst sich mit der Frage, ob mit der Abschlussfeststellung ein Gesell- schafteranerkenntnis verbunden ist, wenn der Jahresabschluss eine Forderung gegen einen Gesellschafter ausweist. In der folgenden Darstellung geht es des- halb allein um den Bilanzausweis, das „Wo“ des gliederungsmäßigen Ausweises von Forderungen gegen Gesellschafter. Damit wird aufgezeigt, in welchen Fällen sich die vorliegende Fragestellung eröffnet2. Zunächst folgen einige grundlegende Hinweise (A). Die Darstellung befasst sich dann mit der GmbH (B), im Anschluss mit der OHG und der KG (C) und schließlich mit der GmbH & Co. KG (D). A. Grundlagen In der Bilanz wird das Vermögen nach der Dauerhaftigkeit, mit der die Vermö- gensgegenstände dem Unternehmen zu dienen bestimmt sind, in Anlage- und Umlaufvermögen untergliedert (§ 247 Abs. 1 HGB). § 247 Abs. 2 HGB definiert das Anlagevermögen als die Gegenstände, die bestimmt sind, dauernd dem Ge- schäftsbetrieb zu dienen. Das Umlaufvermögen wird negativ abgegrenzt: Um- laufvermögen ist alles Vermögen, welches nicht Anlagevermögen i.S. von § 247 Abs. 2 HGB...

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