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Das Kinderzimmer

Eine empirische Analyse verräumlichter Programme der Kindheit

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Heidi Jörges

Die Studie nimmt eine Untersuchung des Kinderzimmers als einen Herstellungs- und Reproduktionsmodus sozialer Ungleichheit vor. Es wird davon ausgegangen, dass zeittypische Semantiken der Kindheit (und des Raumes) nicht nur generelle Verräumlichungen und Platzierungen der Kindheit bewirken, sondern dass sich spezifische Programme und Kalküle der Verortung von Kindheit aufdecken lassen, die deutlich mit dem sozialen Status der Eltern verbunden sind. Es wird angenommen, dass das Zusammenspiel der Kalküle, welche Eltern mit dem Zimmer für ihr Kind verbinden, und der Bedeutungszuschreibungen an das eigene Zimmer durch die Kinder je nach soziostrukturellem Hintergrund der Familien variiert. Ziel der Untersuchung ist es, diese konkreten Formen des Zusammenwirkens als Verräumlichungsprogramme der Kindheit empirisch aufzudecken.

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7 I N H A L T 1. Einleitung: „The proper place“: Das Kinderzimmer und die Ordnung der Kindheit 9 2. Das Kinderzimmer als soziologischer Untersuchungsgegenstand 21 2.1 Separierung und (Selbst-)Bearbeitung: Eine kurze Entwicklungsgeschichte der Kindheit im Kinderzimmer 21 2.2 Forschungsstand zur Kindheit im Kinderzimmer 34 3. Das Kinderzimmer und die soziale Ordnung: gesellschaftstheoretische und ideengeschichtliche Betrachtungen 47 3.1 Tabula rasa im Behälterraum? Zu den Bedeutungen von Kindheit und Raum 50 3.1.1 Behälterraum/Entwicklungskindheit im wissenschaftlichen Diskurs 51 3.1.2 Zur Aktualisierung der Begriffe Kindheit und Raum 57 3.2 Das Kinderzimmer als Durchgangsraum von Macht: zwischen Disziplinierung und Individualisierung 65 3.3 Ästhetisierung und Selbstbearbeitung im Kinderzimmer: Moderne Kindheitsprogramme und soziale Ungleichheit 76 4. Die empirische Studie 83 4.1 Von der qualitativen Operationalisierung zur quantitativen Analyse verräumlicher Kindheit 83 4.1.1 Konkretisierung der Forschungsfragen (qualitative Studie) 83 4.1.2 Konkretisierung der Forschungsfragen (quantitative Studie) 90 4.2 Die qualitative Studie 93 4.2.1 Methodische Herangehensweise 98 4.2.2 Operationalisierung 104 4.2.2.1 Transformationen I: Von den Raumgrenzen der Entwicklungskindheit zur Akteurskompetenz im Kontext eines relationalen Raumverständnisses 105 4.2.2.2 Transformationen II: Von den Kalkülen der Verortung zu den Konflikten um das Kinderzimmer 111 4.2.2.3 Transformationen III: Geschmackskalküle und Variablen sozialer Ungleichheit 119 4.3 Das operationalisierte Untersuchungsinstrument 131 4.4 Die quantitative Analyse: Verortungsprogramme der Kindheit 139 4.4.1 Forschungsaufbau 141 4.4.2 Beschreibung der Stichprobe 147 4.4.2.1 Wohnsituation 150 4.4.2.2 Familienformen und sozialstrukturelle Hintergründe 158 8 4.4.3 Bearbeitungsstrategien der Eltern 167 4.4.3.1 Kontrolliertes Glücks- und Entwicklungskalkül 169 4.4.3.2 Der überprotektiv-ästhetisierende Bearbeitungsmodus 172...

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