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Streifzüge durch die Welt der Sprachen und Kulturen

Festschrift für Dieter Huber zum 65. Geburtstag-

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Edited By Melanie Arnold, Silvia Hansen-Schirra and Michael Poerner

Der Band versammelt Beiträge aus den Bereichen der Sprachwissenschaft, der Kulturwissenschaft und der Translationswissenschaft. Freunde, Kollegen und Schüler gratulieren dem Jubilar, der den Lehrstuhl für Allgemeine und Angewandte Sprachwissenschaft an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz innehatte, zu seinem 65. Geburtstag. Die Sammlung zeichnet sich durch die große Bandbreite an behandelten Themen aus, die sich auch in der Lehr- und Forschungstätigkeit des Jubilars widerspiegelt.

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Konstantina Glykioti/Doris Kinne: Per Charterflug von Europa nach Griechenland: Zum Umgang mit präsupponiertem Kulturwissen beim Übersetzen ausgangskulturell geprägter griechischer Texte ins Deutsche

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107 Konstantina Glykioti Doris Kinne Per Charterflug von Europa nach Griechenland: Zum Umgang mit präsupponiertem Kulturwissen beim Übersetzen ausgangskul- turell geprägter griechischer Texte ins Deutsche 1 Ausgangspunkt und Gegenstand Ausgangspunkt des vorliegenden Beitrags ist die im Kontext unserer Überset- zungsübungen gemachte Beobachtung, dass das Erfassen von und der Umgang mit kulturspezifischen Elementen in „ausgangskulturell geprägten Texten“ (Arntz 2005: 195) Übersetzende vor große Herausforderungen stellen. Unter ausgangskulturell geprägten Texten sind solche mit „spezifischer AK [Aus- gangskultur]-Gerichtetheit“ (Fleischmann 1999: 68) zu verstehen, d.h. „Texte, die politische, juristische, kulturelle Gegebenheiten der AK [Ausgangskultur] beschreiben“ (ibid.). Beim Übersetzen solcher Texte ist zum einen der Grad der kulturellen Vertrautheit sowohl mit der Ziel- als auch mit der Ausgangskultur und zum anderen die Fähigkeit des Übersetzenden, vom eigenen Wissen Abstand nehmen zu können, um sich in den Wissensstand des Zielkulturrezipienten hin- einversetzen zu können, von Bedeutung. Er muss „einschätzen, welches Wissen bei der Zielgruppe vorausgesetzt werden kann“ (Arntz 2005: 195). Der Begriff Wissen ist hierbei als ein Vor-/Welt-/Kulturwissen zu verstehen, das der aus- gangskulturelle Sender bei seinen Rezipienten voraussetzt (vgl. Nord 2002: 53) und das sich sowohl „auf Gegebenheiten der Situation und Realia“ (Nord 2009: 108) als auch „auf [...] Ideologie, Religion, Philosophie und mythische Vorstellungen, auf gesellschaftliche Besonderheiten, Kultur und Politik eines Zeitabschnittes [...]“ (ibid.) beziehen kann. Dieses präsupponierte Wissen (ibid.: 106 ff.) muss nicht nur ermittelt, sondern auch mit dem Wissen der anvi- sierten Adressaten der Zielkultur verglichen und explizit gemacht werden (vgl. Nord...

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