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Streifzüge durch die Welt der Sprachen und Kulturen

Festschrift für Dieter Huber zum 65. Geburtstag-

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Edited By Melanie Arnold, Silvia Hansen-Schirra and Michael Poerner

Der Band versammelt Beiträge aus den Bereichen der Sprachwissenschaft, der Kulturwissenschaft und der Translationswissenschaft. Freunde, Kollegen und Schüler gratulieren dem Jubilar, der den Lehrstuhl für Allgemeine und Angewandte Sprachwissenschaft an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz innehatte, zu seinem 65. Geburtstag. Die Sammlung zeichnet sich durch die große Bandbreite an behandelten Themen aus, die sich auch in der Lehr- und Forschungstätigkeit des Jubilars widerspiegelt.

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Barbara Ahrens: Prosodie als Gegenstand dolmetschwissenschaftlicher Forschung: Eine szientometrische Momentaufnahme

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169 Barbara Ahrens Prosodie als Gegenstand dolmetschwissenschaftlicher Forschung: Eine szientometrische Momentaufnahme 1 Einleitung Beim Dolmetschen als einer sprecherischen Tätigkeit kommt den prosodischen Elementen besondere Bedeutung zu, tragen sie doch in erheblichem Maße zur Bedeutungskonstituierung sowohl des ausgangssprachlichen als auch des ziel- sprachlichen Textes bei. Dies betont schon Kade in einer sehr frühen Publikation zum Dolmetschen: „Es ist zu beachten, daß suprasegmentale Elemente des Ausgangstextes wesentlichen In- formationsgehalt haben können (z.B. Ausdruck von Ironie durch entsprechende Intonation). Der Informationsgehalt suprasegmentaler Elemente des Ausgangstextes muß bei der Um- setzung in der Zielsprache ebenfalls durch entsprechende Intonation wiedergegeben wer- den, sofern es nicht geraten erscheint, ihn mit anderen sprachlichen Mitteln (lexikalisch und grammatikalisch) darzustellen. Die letzte Phase des Dolmetschvorgangs unterstreicht die Bedeutung der angewandten Phonetik und der Sprecherziehung für die Dolmetscherausbil- dung.“ (Kade 1963: 19) Dennoch hat es im Laufe der Entwicklung der Dolmetschforschung lange Zeit nur wenige Arbeiten gegeben, die prosodische Phänomene beim Dolmetschen untersuchten. Das mag zum einen damit zusammenhängen, dass die Sprechweise von Dolmetschern1 als „ein normaler, spontaner Sprechakt“ (Willett 1974: 103) bzw. „wie eine spontane Rede“ (Kirchhoff 1976: 67) angesehen wurde und somit kein Forschungsbedarf ersichtlich war, zum anderen auch damit, dass zwar durchaus Auffälligkeiten in der Sprechweise von Dolmetschen festgestellt wur- den (vgl. Barik 1975: 294), diese jedoch auf dolmetschprozessinhärente Faktoren zurückgeführt und damit als unvermeidlich eingestuft wurden (vgl. Fiukowski 1986: 186). Auch 35 Jahre nach den Bemerkungen Kades zur Bedeutung der sprecherisch-prosodischen Dimension beim Dolmetschen beklagt...

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