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Streifzüge durch die Welt der Sprachen und Kulturen

Festschrift für Dieter Huber zum 65. Geburtstag-

Series:

Melanie Arnold, Silvia Hansen-Schirra and Michael Poerner

Der Band versammelt Beiträge aus den Bereichen der Sprachwissenschaft, der Kulturwissenschaft und der Translationswissenschaft. Freunde, Kollegen und Schüler gratulieren dem Jubilar, der den Lehrstuhl für Allgemeine und Angewandte Sprachwissenschaft an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz innehatte, zu seinem 65. Geburtstag. Die Sammlung zeichnet sich durch die große Bandbreite an behandelten Themen aus, die sich auch in der Lehr- und Forschungstätigkeit des Jubilars widerspiegelt.

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Klaus Pörtl: Simón Bolívar – Das tragische Bild des großen Befreiers im Labyrinth am Ende seines Lebens. Atypische Betrachtungen zum Roman von Gabriel García Márquez über einen erst posthumgepriesenen Helden

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357 Klaus Pörtl Simón Bolívar – Das tragische Bild des großen Befreiers im Labyrinth am Ende seines Lebens. Atypische Betrachtungen zum Roman von Gabriel García Márquez über einen erst posthum gepriesenen Helden Simón Bolívar, der Lateinamerika vom spanischen Joch befreit hat, ist zweifellos für die ihn nachfolgenden Generationen zu einem Helden und inzwischen im gewissen Sinn auch zu einem Heldenklischee in der lokalen Geschichte gewor- den: Statuen, Plätze, Städte, ja sogar Staaten – wie gegenwärtig die República Bolivariana de Venezuela – tragen seinen Namen. Das Bild von ihm hat sich erst im Lauf der mehr als 180 Jahre nach seinem Tod zu einem gemeinsamen Natio- nalhelden eines ganzen Subkontinents gewandelt. Er oder, besser gesagt, seine Befreiungskriege haben sicherlich ein Bild über ihn entstehen lassen, das weit entfernt von der selbst erlebten Realität des Generals Simón Bolívar war, zumindest in den letzten Wochen seines leidvollen Sterbens auf der mühsamen Fahrt von Bogotá den Magdalena-Fluss entlang bis zur karibi- schen Küste, so wie es Gabriel García Márquez in seinem Roman El general en su laberinto darstellt.1 Bolívar wollte ganz Lateinamerika vom spanischen Joch befreien, um den Kontinent zu einem gemeinsamen Staat zusammenzuschmie- den, so weit es ihm damals möglich war. Er teilt das Schicksal so mancher Menschen, die zeitlebens Großes geleistet hat- ten, aber zuerst, ohne anerkannt worden zu sein, elendiglich zu Grunde gehen mussten, bis sie und vor allem ihre Werke...

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