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Gustav Mahler – Arnold Schönberg und die Wiener Moderne

Edited By Karl Katschthaler

Der Band versammelt zehn Beiträge einer internationalen und interdisziplinären Tagung, die anlässlich des 100. Todestages von Gustav Mahler und des 60. Todestages von Arnold Schönberg im Dezember 2011 an der Universität Debrecen (Ungarn) stattfand. Musikwissenschaftler, Philosophen und Literaturwissenschaftler aus Ungarn, Österreich und Deutschland werfen nicht nur Schlaglichter auf eine musikpolitische Allianz zwischen zwei Komponisten verschiedener Generationen und die musikästhetischen Verbindungslinien zwischen Gustav Mahler und der Wiener Schule, sondern beschäftigen sich auch mit dem kulturellen Kontext ihres Schaffens, insbesondere mit den literarischen Einflüssen und der eigenen literarischen Produktion sowie ihrer Rezeption im 20. Jahrhundert.

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Margarete Wagner. Abgrenzung und Vereinnahmung – Richard Dehmels Beziehungen zu Gustav Mahler und Arnold Schönberg

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Margarete Wagner Abgrenzung und Vereinnahmung – Richard Dehmels Beziehungen zu Gustav Mahler und Arnold Schönberg Der zur Jahrhundertwende aufgrund der hohen Stillage, des grüblerischen Erns- tes und der Schönheitstrunkenheit seiner Gedichte als bedeutendster und mo- dernster Lyriker im deutschen Sprachraum gefeierte Richard Dehmel, der es zu- dem verstanden hatte, sich zum literarischen Gewissen der Zeit emporzustilisie- ren1, ist heute so gut wie vergessen, aber er ist dennoch über die vielen zeitge- nössischen Vertonungen seiner Lieder in den Konzertsälen der Welt mit ihren jeweiligen Programmheften bis heute präsent. Auch die Literaturwissenschaft beschäftigt sich seit Ende des Zweiten Weltkriegs nur noch wenig mit diesem heute als veraltet und wenig innovativ geltenden Dichter: Werkausgaben und über Dehmel verfasste biographische und literaturwissenschaftliche Arbeiten stammen zum Großteil aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts und bedürfen dringend der Überarbeitung und Ergänzung. Diese Aufgabe wird heute haupt- sächlich – aber nicht ausschließlich – durch die Kinder-und-Jugendbuch- Forschung und die Musikwissenschaft wahrgenommen.2 Letztere liefert vor al- lem Beiträge, die die Beziehungen zwischen Dehmel und den damals als modern und zum Teil unspielbar geltenden, heute aber bereits kanonisierten Komponis- ten seiner Lieder aufarbeiten und sowohl als Teilaspekte einer modernen Deh- mel-Biographie zu gewichten sind, zugleich aber auch Einblick in zeitgenössi- sche Rezeptions- und Interpretationsversuche mit den Mitteln der Musik gewäh- ren. In diesem Zusammenhang stellt sich sogleich die Frage: War Dehmel über- haupt musikalisch? 1 Häntzschel, Wiltrud: Dehmel, Richard (Fedor Leopold). In: Killy, Walter...

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